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Montag, 29. Oktober 2007

Die Österreicher sind uns mal wieder voraus

Wir diskutieren noch die "Online-Durchsuchung" und kommen nicht weiter damit. Die Österreicher sind da schon wesentlich weiter und ermöglichen heute schon die Rasterfahndung nach Toten!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Flüchten und dann die Justiz in den Bazar holen

Per handgeschriebenem Telefax meldete sich ein unter äußerst myteriösen Umständen entflohener Häftling der JVA Krefeld und bot einen Handel an: Für die Reduzierung seiner Haftstrafe von sieben auf fünf Jahre und Abschiebung nach Verbüßung der Halbstrafe würde er seine Helfer preisgeben.

Pikanterweise ermittelt die Staatsanwaltschaft, wie der WDR meldet, wegen eines Anfangsverdachtes gegen vier JVA-Bedienstete.
Deal or no deal?

Politische Wetterfahnen sind ehrenhaft

Gestern Abend erklärte uns Peer Steinbrück in der Sendung "hartaberfair", dass es die Aufgabe Kurt Becks sei, dafür zu sorgen, dass die SPD politikfähig bleibt. Dazu würde auch gehören, sich darum zu kümmern, dass genug Leute die SPD wählen. Und dies würde auch erfordern, gelegentlich die Politik an den Wählerwünschen zu orientieren. Dieses Handeln, so Steinbrück, sei ehrenhaft.

Diese Variante der pragmatischen Politik und der Selbstgefälligkeit auf Kosten der eigenen Glaubwürdigkeit ähnelt der Diktion Helmut Kohls. Für Sozialdemokraten ist dies eine unwürdige Haltung, denn soziale Gerechtigkeit ist nun mal keine Sache einer aktuellen politischen Bö. Echte und wahre Sozialdemokraten stehen auf dem Deich bei Windstärke 12 und stemmen sich dem Sturm entgegen.

Deshalb bleibt´s dabei: Steinbrück ist ein Spezialdemokrat!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Am Bedarf vorbei produziert?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist mit einem Musikmärchen unterwegs, das unterhaltsam und informativ die Sache mit den Bienen an Kinder heran getragen. Mit dem Stück "Das Märchen von Bauch, Nase und Po" war man bereits in 57 deutschen Städten. In Fulda und Umgebung wird jetzt zum Boykott der Aufführungen aufgerufen, wie hr-online meldet.

Dahinter steckt der Bischof Heinz Algermissen, der eine einseitige Ausrichtung des Stücks auf körperliche Aspekte der Sexualität kritisiert." Nach katholischem Verständnis sei Sexualaufklärung nur in Verbindung mit ethischer Wertevermittlung denkbar.

Ich denke, dass gerade von der Kombination von Wertevermittlung und Sexualität die im Erzbistum Regensburg von einem bereits vorbestraften Pfarrer missbrauchten Kinder jetzt sehr viel wissen.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Lebenslang Freibier

Eine neuseeländische Brauerei verspricht demjenigen, der ihr einen wichtigen Laptop mit Firmendaten zurück gibt, lebenslang Freibier, wie die taz meldet. Ob dies allerdings bei nur 12 Flaschen im Monat zum Erfolg für die Brauerei wird, bezweifle ich stark.

Den gleichen "üppigen" Lohn verspricht die Brauerei auch der Petze, die verrät, wer den Laptop hat.

Phantomvibrieren

Jaja, unsere Zivilisation verändert sich und sie passt sich an. Wie der STERN meldet, leiden immer mehr Menschen unter dem sogenannten "Phantomvibrieren". Dabei handelt es sich um eingebildete Anrufe.

Tumor am Bein
Zaback gehört zu den Hardcore-Nutzern des Smartphones. Er hat seinen BlackBerry neben sich am Bett, schaut nach E-Mails, wenn er nachts aufwacht, und lässt sich morgens von dem Gerät wecken. Die "Phantomvibrationen" nimmt Zaback nicht weiter Ernst. "Solange das nicht bedeutet, dass mir ein Tumor am Bein wächst, ist das in Ordnung", sagt der Smartphone-Nutzer. "Einige Leute haben eine biologische Uhr. Da habe ich ja vielleicht einen biologischen Blackberry." Ähnliche Selbstbeobachtungen hat Dawn Mena gemacht. "Selbst wenn ich mal keinen BlackBerry dabei habe, ertappe ich mich dabei, wie ich im Sitzen meine Haltung verändere, um mich daran anzupassen", sagte die Technologieberaterin in der kalifornischen Ortschaft Thousand Oaks. "Ich lache über mich selbst, wenn ich danach greife, um es hervorzuholen, und dann feststelle, dass ich es gar nicht dabei habe.

"Solche Berichte deuteten darauf hin, dass "die Leute das Gefühl haben, das Telefon wäre ein Teil von ihnen selbst", erklärt der Psychologe B.J. Fogg vom "Persuasive Technology Lab" der Universität Stanford. Die Menschen der Informationsgesellschaft seien so sehr darauf gedrillt, ja keinen Anruf zu verpassen, dass sie lieber einen falschen Alarm hinnehmen als eine Anfrage zu verpassen. "Unser Gehirn prüft ständig, ob wir jemandem antworten müssen." In gewissen Kreisen ist man offenbar schon fast ein bisschen stolz auf die Phantomvibrationen.

Nun wisst Ihr, warum Ihr unter "Phantomvibrationen" leidet!

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Unzufrieden im Job und auch noch zu wenig Kohle?

Das muss nicht sein. Der Aufschwung macht´s möglich!

Es gibt 22.833 Stellen mit einem Mindesteinkommen von 60.000,- Euro, die bequem gefunden werden können, wenn man mit dem Internet zurecht kommt. Bei Eperteer kann man sich aussuchen, wie viel man bei welchem Unternehmen verdienen möchte. Selbst für ansonsten weniger gefragte Zollbeamte gibt´s da etwas mit einem Einkommen von 100.000,- Euro.

Besonders beeindruckend finde ich den Gehaltswunschschiebebalken in Verbindung mit einem einstellbaren Radius für die Entfernung des Arbeitsplatzes vom eigenen Wohnort und der gewünschten Branche. Deutschland: Ein Schlaraffenland für die, die wirklich arbeiten wollen!

Wie viel Sinn macht vor diesem Hintergrund eigentlich die Diskussion um die erlängerte Zahlung des ALG I oder II?

Dienstag, 16. Oktober 2007

Mensch ärgere Dich nicht für Knackis

Kein Witz. Das gibt´s wirklich. In der JVA Moers-Kapellen wird das Brettspiel "Ohne Bewährung" hergestellt und hier zum Verkauf angeboten. Das Spiel kostet 29,50 Euro.

Interessant ist der Spielzweck, den die JVA Moers-Kapellen wie folgt beschreibt:

Der Sinn des Spiels
Die Staatsanwaltschaft hat Ihnen eine Ladung zum Strafantritt zugestellt.
Jetzt betreten Sie die Pforte der JVA, um die verhängte Freiheitsstrafe / Ersatzfreiheitsstrafe zu verbüßen.
Es ist Ihr größter Wunsch, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen möglichst schnell entlassen zu werden.
Bis dahin aber müssen der Alltag gemeistert und die Vollzugsziele erreicht werden. Das kann anstrengend sein, denn Sie befinden sich in einem Mikrokosmos, in dem seitens der Mitarbeiter der JVA hohe Anforderungen an Sie gestellt werden und Sie sich andererseits im Kreis der Mitinhaftierten behaupten müssen.
Vielleicht weil gerade die letzte Anforderung so schwierig ist, wird das Spiel ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Darauf hat die Welt gewartet

In den USA bereits für 39,95 $ erhältlich wird der Schrotflintenhalter für´s Bett, wenn die soziale Kluft bei uns wie zu erwarten größer und größer wird, hier auch bald zum unentbehrlichen Zubehör zählen.

Da wird der nächtliche Einbrecher beim Knacken unserer Looserhütten aber Augen machen!

Danke an Ehrensenf!

Samstag, 13. Oktober 2007

Muss das sein?

Rechts auf dem Foto ist das Basiscamp des Mount Everest zu sehen. Ausgerechnet hier will die chinesische Regierung einen Mobilfunkmast aufstellen. Naja, bisher gab es etwa 3000 Bergsteiger, die den höchsten Punkt der Erde erklommen haben. Die wollen den Lieben daheim sicher davon künden, wie sie mit der Einsamkeit des Bergsteigers zurecht kommen.

In dem Artikel von SPIEGEL ONLINE, dem ich dies hier entnahm, war auch zu lesen, dass die olympische Fackel im nächsten Jahr einmal den Berg rauf und runter getragen werden soll.

Wie wär´s dann der Vollständigkeit halber auch noch mit einem Handyshop, einem Internetcafé und einer McDonald´s Filiale da oben?

Montag, 8. Oktober 2007

Alibi für 19 Euro

Probleme mit der Treue? Mal wieder auf "Geschäftsreise" gewesen?

Wer einen Termin verpasst hat, seine/n Geliebte/n getroffen hat oder sonstwie ein Alibi braucht, kann sich dies nun per Internet beschaffen. Erfunden wurde dies - wie könnte es auch anders sein - natürlich in den USA. Die Idee ist nun nach Europa herüber geschwappt. Ein einfaches Alibi ist für 19 Euro, ein längerfristiges für 50 Euro auf der Seite www. alibila.com zu haben.

Der wahre Sinn des Internets wird immer klarer.

Freitag, 28. September 2007

Gefühltes Wissen

Der Herbst hat begonnen. Hier in Kiel stürmt es draußen gewaltig. Zeit also für ein gutes Buch am Kamin. Ich gönne mir dazu das Buch "Gefühltes Wissen" von Horst Evers. Satirisch, ironisch und mitten aus dem Leben unterhalten die Kurzgeschichten aufs Allerbeste. Geschichten aus dem Leben, die teilweise skurril daher kommen und auf jeden Fall einen kräftigen Lachmuskelkater verursachen.


Freitag, 22. Juni 2007

Fahren wie der Vatikan

Endlich! Der Vatikan hat 10 Gebote für´s Autofahren veröffentlicht, wie die WELT meldet. Darunter befinden sich so tolle wie diese:

Du sollst dich an Tempo-Limits halten.
Du sollst ein Auto nicht als Objekt der persönlichen Verherrlichung oder als Ort der Sünde benutzen.
In den "Richtlinien für eine pastorale Verhaltensweise auf der Straße" heißt es weiter: "Autos neigen dazu, die primitive Seite im Menschen zu wecken und erzeugen daher eher unschöne Ergebnisse".

Mehr als im Papamobil ist persönliche Verherrlichung doch nicht machbar, oder? Allerdings, dass Autos die primitive Seite im Menschen wecken, weiß man wohl nirgends besser als im katholischsten aller europäischen Länder, nämlich in Polen...

Donnerstag, 21. Juni 2007

Der Kölner Express meldet, dass die Bestatter noch in diesem Jahr mit einem Trauerkanal auf Sendung gehen wollen. Was erwartet uns denn da programmtechnisch?

"Themen, die für ältere Menschen relevant sind", sagte Gernig. "Wer einmal einen Todesfall in der Familie hatte, weiß, wie viele Fragen damit verbunden sind." Unter dem Titel "Verarmt, verscharrt, vergessen" werde auf die steigende Zahl von Sozialamts-Bestattungen eingegangen.
Klasse! Als wenn das uns angebotene Fernsehprogramm nicht schon traurig genug wäre...


Sonntag, 17. Juni 2007

Nun gibt´s die Linke. SPD, quo vadis?

In der Netzzeitung bekommt die SPD, wie ich finde, sehr brauchbare Tipps für ihre eigene Zukunft und den künftigen Umgang mit den Chefdemagogen der Linkspartei.

Nach Meinung des Geschäftsführers des Meinungsforschungs-Instituts Forsa, Manfred Güllner, ist das mangelnde Profil des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck mitverantwortlich für die schlechten Umfragewerte der Sozialdemokraten. «Kurt Beck hatte zwar eine relativ gute Startphase», sagte Güllner im Gespräch mit Netzeitung.de. «Doch hat er seitdem keine Bindekraft entwickelt.» Das sei aber genau das, was eine erfolgreiche Volkspartei ausmacht: Sie müsse unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, Werte und Interessen bündeln. «Deswegen braucht es eine Person, die den Spagat schafft zwischen dem gewerkschaftlich organisierten Facharbeiter bis hin zu neuen Mittelschichten», sagte Güllner. «Da scheint Beck im Augenblick Defizite zu haben.»

Exakt diese Defizite beobachte auch ich. Ein Parteivorsitzender, der seinem Vize Steinbrück Gewerkschaftsverbote durch die Hintertür belohnt, schafft diesen Spagat nicht. Der sollte sich weiter als Kosmetikberater für Langzeitarbeitslose verdingen.

Ach, SPD, wann begreifst Du endlich, dass Schröder, Steinbrück und Co. Dich nur für ihren eigenen Ehrgeiz als Steigbügelhalter missbraucht haben und weiterhin missbrauchen?

Montag, 11. Juni 2007

Dauerbrenner

Seit 106 (!!!) Jahren brennt diese Glühbirne in einer Feuerwehrwache in den USA. Und weil dies so spannend und bemerkenswert ist, wird die mittels einer Webcam der daran brennend interessierten weltweiten Öffentlichkeit präsentiert.

Wenn es noch eines Beweises für die Schuld der Amis am Klimawandel bedarf: Hier ist er!

Wer 106 Jahre lang das Licht anlässt, darf sich nicht wundern, wenn die Pole schmelzen. In Heiligendamm hat George W. Bush in Aussicht gestellt, bis zum Jahr 2050 ernsthaft über die Reduzierung des Co2-Ausstoßes nachzudenken.

Montag, 4. Juni 2007

Spitzenfilm online legal verfügbar

Der vielfach preisgekrönte Film "Gegen die Wand" kann jetzt online abgerufen und angeschaut werden. Der NDR macht´s möglich.

In zwei Versionen, mit und ohne türkische Untertitel, und mit zahlreichen Zusatzfeatures könnt Ihr Euch den tollen Film hier anschauen. Zur Nachahmung dringend empfohlen!

Sonntag, 3. Juni 2007

Freud und Leid liegen in Kiel dicht bei einander

Die Kieler Zebras, der THW Kiel, hat´s geschafft! Nach dem DHB-Pokal und dem Sieg in der Championsleague kam gestern der 13. Deutsche Meistertitel dazu. Mit einem durchweg nur 8 Feldspieler großen Kader hat sich der THW in absolut bewundernswerter Weise zu diesen Titeln durchgekämpft! Respekt und Anerkennung aus der Liga sind dem THW Kiel sicher.

Traurig sieht´s dagegen beim Kieler Fußball aus. Der Traditionsclub Holstein Kiel verschwindet in die fußballerische Bedeutungslosigkeit und wird von dort, wie ich glaube, auch sehr lange bleiben. Das gerade erst umgebaute Stadion empfiehlt sich jetzt eher für Open-Air-Events.

Samstag, 2. Juni 2007

Es liegt was in der Luft...

... ein ganz besonderer Duft...

Für Rom trifft dies bestimmt zu. Wie die Rheinische Post und viele andere vermelden, hat eine Luftmessung ergeben, dass die römische Luft kokain- und cannabisverseucht ist. Die Grenzwerte (???) seien um mehr als das Fünffache überschritten. Ganz besonders schlecht soll die Luft in diesem Sinne im Zentrum und in der Umgebung der Universität La Sapienza sein.

Ähnliche Messungen hatten wir hier in Deutschland übrigens auch schon, allerdings mit dem Abwasser einiger Städte. Die Kölner zum Beispiel verbrauchen jährlich neun Tonnen Kokain, wie bei der süddeutschen nachzulesen ist. Köln ist allerdings auch die einzige Stadt Deutschlands, dessen Wasser in Karnevalsliedern gepriesen wird. "Dat Wasser von Kölle is joot" von den Bläck Föss hat hoffentlich damit nichts zu tun...

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wenn Anwälte sich gegenseitig abzocken

Wie die financial times deutschland berichtet, läuft gegen die Anwaltskette juraxx das Insolvenzverfahren und einige Ermittlungsverfahren gegen die dort Verantwortlichen u.a. wegen Betruges und Insolvenzverschleppung. Mit Dumpingpreisen und Ladengeschäften in Einkaufszentren wollte man dort neue Wege gehen und ließ junge Anwälte mit bis 50.000,- € dabei als "Partner" einsteigen. Das Geld ist für die meisten verloren. Auf der Homepage von juraxx ist von alledem jedoch nichts zu lesen.

Tragisch für die Betroffenen und möglicherweise gut für uns, denn Anwälte, die sich nicht einmal selbst schützen und helfen können, werden für ihre Mandanten wohl auch keine große Hilfe sein.