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Mittwoch, 7. November 2007

Unvermögend

SPIEGEL-ONLINE meldet:

Detailliert wie selten zeigt eine neue Studie, wie ungleich Vermögen in Deutschland verteilt ist. Die reichsten zehn Prozent verfügen über zwei Drittel der Rücklagen, die Hälfte der Bürger hat so gut wie gar keine - besonders betroffen: Frauen, Ostdeutsche, Zuwanderer.
Nun gut, Euch und mich wird dies nicht wirklich überrascht haben. Schlimm ist, dass es den DGB überrascht, wie es in dem Artikel weiter hinten zu lesen ist:
Der DGB reagierte auf die Studie überrascht: "Mit einer solchen Ungleichverteilung hatten wir nicht gerechnet", sagte Dierk Hirschel, Chefökonom des Gewerkschaftsbundes, der Zeitung.

Wo hat der DGB nur seine Augen?

Dienstag, 6. November 2007

Gottseidank gibt´s Airbags!

Tja, das war er mein Wagen. Heute auf dem Weg zum Dienst fuhr ein anderer Verkehrsteilnehmer plötzlich, obwohl er "Rot" hatte, los. Chancenlos mit 50 km/h schlugen meine Frau und ich auf. Die Airbags verhinderten schlimme körperliche Schäden. Neben den üblichen Prellungen, einem kräftigen HWS-Trauma und Verbrennungen an der Hand (vom Airbag) sind uns ein Totalschaden und ein gehöriger Schock geblieben.

Auch die Gurtstraffer haben gute Arbeit geleistet.

Ich habe so etwas auch schon ohne Airbag erlebt und das war wesentlich unangenehmer...

Vielen Dank an die vielen netten Helfer und Zeugen, die uns geholfen haben!

Freitag, 2. November 2007

Doppelzüngig

"Heil Hitler, Herr Friedman!"
So lautet die Überschrift in einem Artikel der Süddeutschen. Der Artikel beginnt so:

Ob das eine gute Idee war? Michel Friedman interviewt für ein Gesellschaftsmagazin Horst Mahler. Und der Ex-RAF-Mann und heutige Rechtsextremist benimmt sich voll daneben.
Da haben sich ja die Richtigen getroffen. Der Doppelmoralist Michel Friedman und der heute rechtsradikale, ehedem linksradikale Horst Mahler. Letzterer wiederholte die strafbewährte Auschwitzlüge und Ersterer stellte den dementsprechenden Strafantrag. Alles wie immer also.

Dass das Magazin "Vanityfair" mit diesem Interview nach eigenem Bekunden diese Absicht damit verfolgt, halte ich für zweifelhaft:
Wir veröffentlichen dieses Interview, weil wir glauben, dass es eine bessere Bloßstellung der deutschen Rechtsextremen nie gegeben hat – auch wenn er Dinge sagt, die in Deutschland verboten sind.

Ich glaube nicht, dass die Äußerungen Mahlers so epochal sind, dass sie einer weiteren Veröffentlichung bedurften. Der Vorgang ist für mich insgesamt also doppelzüngig.


Montag, 29. Oktober 2007

Evely Hamann ist tot

Dieser entsetzte Blick auf die Nudel ihres Gegenübers hat sie berühmt gemacht: Evelyn Hamann.

Die großartige Schauspielerin ist heute nach langer schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren gestorben. Ihre Inhaltsangabe einer Fernsehserie ist einer von vielen Beweisen ihres Könnens und ihre Professionalität. Dies und einige andere kurze akustische Proben ihrer Arbeit könnt Ihr Euch hier anhören.

Schade, schade. Sie wird fehlen!

Sonntag, 28. Oktober 2007

So wird man was oder wohin nun?

Ähnliches hatte ich schon gehört. Aber so, wie es die WELT meldet, mochte ich es mir nun doch nicht vorstellen.

Wenn demokratischen Voten nicht in den Kram passen, passt man die demokratischen Voten eben vorher an. Morgen spricht ja keiner mehr davon. Und so geben die 75 Prozent, die der Spezialdemokrat Steinbrück bei seiner Wahl zum Parteivize bekommen hat, seinen wahren Rückhalt in der Partei nicht wahrheitsgemäß wieder.

Unter den "Heulsusen" und "Strukturkonservativen" muss es verdammt viele Masochisten geben...

Freitag, 26. Oktober 2007

Enttäuscht, frustriert und die Hände gebunden

Die Ergebnisse der Wahlen auf dem Hamburger SPD-Parteitag sind so, dass ich mit der SPD abgeschlossen habe. Die 75 Prozent, die Peer Steinbrück erreicht hat bei der Wahl zum Stellvertreter von Kurt Beck, sind eine erschütternde Zahl. Das seit immerhin 18 Jahren in arbeit befindliche neue Parteiprogramm und der Spezialdemokrat Steinbrück passen so gut zusammen wie Papst Benedikt und die Hausordnung eines Satanistenzentrums.

Demokratischer Sozialismus, wie er im Parteitag des SPD beschrieben wird, und Peer Steinbrück? Das ist links blinken und rechts herum im Kreisverkehr fahren, bis der Sprit alle ist.

So lange die Linke vom Verfassungsschutz überwacht wird, kann ich als Beamter mich dort nicht betätigen. Wäre dies anders, so würde ich mir das Beitrittsformular jetzt irgendwo herunterladen, ausfüllen und abschicken.

Götterdämmerung? Steinbrück spricht von Rücktritt

Wie in der FINANANCIAL TIMES DEUTSCHLAND nachzulesen ist, spricht der Spezialdemokrat Steinbrück erstmals von Rücktritt:

"Wenn ich den Eindruck hätte, ich würde mich einer Mehrheit beugen müssen, gegenüber einer Maßnahme oder einer Politik, die ich persönlich nicht vertreten kann, dann halte ich es für richtig, dass man als Politiker Konsequenzen zieht. Es mag in diesem Sinne einige Fragen geben, aber die muss jeder für sich selber definieren." Steinbrück sprach von Selbstachtung, die er wahren müsse. Es komme ihm weniger auf die Prozentzahl bei der Wahl zum Vize an, mehr auf die Art des Umgangs mit seiner Person, heißt es in seiner Umgebung. Im Klartext: Läuft es ganz schlecht, dann kann sich nicht nur die SPD einen neuen Vizechef suchen, sondern das Land auch einen neuen Finanzminister.

Dass er heute bei der Wahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden ein extrem schlechtes Ergebnis erzielen wird, ist innerhalb der SPD beschlossene Sache. Das kann sogar so weit gehen, dass er im ersten Wahlgang durchfällt. Wenn er dann die oben genannte Konsequenz zieht, soll´s mir recht sein. Dann kriege ich eben einen neuen Chef, der nach der Pfeife der Ministerialbürokratie tanzt...

Mittwoch, 24. Oktober 2007

SPD hat Vertrauen der Arbeiter verspielt

In einer vom STERN in Auftrag gegebenen und beim FOCUS veröffentlichten forsa-Umfrage gaben 73 Prozent der Befragten an, die SPD stecke seit Monaten im Umfragetief, weil sie das Vertrauen der Arbeiter verspielt habe.

Nun wird der Spezialdemokrat Steinbrück sicherlich wieder anmahnen, dass sich die SPD mit ihren Erfolgen besser verkaufen müsse. Die Politik der SPD sei gut, wird er wie immer sagen, nur versteht keiner, dass sie gut ist. Das Volk und gewisse Leute in der SPD hängen sozialromantischen Idealen nach, die nicht mehr zeitgemäß sind, wird er uns belehren. Spätestens heute Abend im Ersten bei "hartaberfair" wird er uns alle wieder mit seinen Thesen beglücken.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Ein falscher Elvis soll der SPD helfen

Selten war der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlicher zu spüren als beim Studium der Internetseite "www.gleichdasoriginal.de". Der vom Netzwerk errichtete Internetauftritt offenbart doch leichte Wahrnehmungsprobleme bei den Spezialdemokraten, wenn es die gemeine Wirklichkeit betrifft. Wie heißt es auf der Seite?

So viel Sozialdemokratie war nie. Sozialdemokratische Positionen beherrschen die Wortwahl der meisten Politiker in Deutschland, vom Bundespräsidenten über die Bundeskanzlerin bis hin zur Opposition. Und hinter wichtigen sozialdemokratischen Positionen steht in Umfragen eine breite Mehrheit der Bevölkerung. Auch in der Großen Koalition konnte sich die SPD überwiegend durchsetzen: Elterngeld, Klimaschutz, Haushaltskonsolidierung und und und…
Laut aktueller Sonntagsfrage offenbaren sich gewisse mathematische Probleme, denn nur 28 Prozent der Bevölkerung würden die SPD wählen. "Die breite Mehrheit der Bevölkerung" steht sicherlich auf sozialdemokratische Werte und auch hinter diesen. Nur eben sind sozialdemokratische Werte anders als die Politik der SPD in den letzten Jahren.

Hektische Kurskorrekturen verbunden mit Scheingefechten für die Öffentlichkeit, nur um dem Volk sozialdemokratischen Sand in die Augen zu streuen, werden dies nicht korrigieren!

Montag, 22. Oktober 2007

Pseudosziale Gaukeleien

Heute will die SPD-Spitze für den anstehenden Parteitag die Verlängerung der Zahlung des ALG I für Ältere beschließen. Hosianna! Mit dieser pseudosozialen Debatte gaukelt man dem Volk vor, dass sich Teile der SPD an ihre Wurzeln erinnern. Wie es hinter den Kulissen dazu aussieht, kann man hier bei der tagesschau nachlesen.

Der Sozialdemokratendarsteller Steinbrück ist denn auch mehr von der Angst vor dem Verlust der Regierungsfähigkeit beseelt als von sozialem Gewissen, denn wie sagt er:

"In meinen Augen darf da gar nichts zurückgedreht werden. Wir können doch nicht zurück ins Jahr 2003", sagte Steinbrück der "Bild am Sonntag". "Bei der Durchsetzung der 'Agenda' haben wir viele Schmerzen erlebt und Wahlen verloren. Und jetzt, wo die 'Agenda' positiv wirkt, sagen wir: Das bringt alles nichts?" Eine solche Rückkehr zu alten Ufern koste die SPD die Regierungsfähigkeit, betonte der Minister.
Habt Ihr es jetzt begriffen?

Wasser predigen und Wein trinken

Wie die NETZZEITUNG meldet, wollen trotz ehrgeiziger Klimaziele der Bundesregierung die meisten Länder keine CO2-Abgabe für dienstliche Flugreisen leisten. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab, zahlt bisher nur der Hamburger Senat einen solchen Ausgleich, Baden-Württemberg will dem folgen.

Wer so Wasser predigt und dann Wein trinkt, der darf sich nicht wundern, wenn sein gemeines Volk umweltbewusstes Handeln hinten an stellt.

Früher waren Politiker auch schon mal Vorbilder...

Polen

Lech Kaczynski ist demnächst Geschichte. Das polnisch-deutsche Verhältnis will der designierte neue polnische Präsident Donald Tusk reparieren. Dass er dies vor seinem biografischen Hintergrund tun will, zeugt von menschlicher Größe und politischer Weitsicht.

Auf dem europäischen Parkett allerdings will Tusk die polnischen Interessen knallhart vertreten, wie bei der tagesschau nachzulesen ist.

Schlimmer als unter Lech Kaczynski kann´s jedoch nicht werden.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Alle 47 Minuten ...

... bringt sich in Deutschland ein Mensch um, alle vier Minuten findet ein Suizidversuch statt. Damit sterben in Deutschland mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Mord, Totschlag, illegale Drogen und Aids zusammen. Mehr dazu gibt´s unter anderem beim Kölner Stadtanzeiger.

Wenn, wie zu lesen ist, die 25jährigen diejenigen sind, die sich am häufigsten das Leben nehmen, dann stellen sich uns doch Fragen, oder?

Kick it like Imam

Dass es auch ganz anders geht, als im Posting zuvor beschrieben, beweisen die Dortmunder Imame und evangelischen Pfarrer, die unter der Leitung eines jüdischen Schiedsrichters ein ganz besonderes Fußballspiel durchführten.

Schon zum zweiten Mal spielten die Imame und Pfarrer gegeneinander im Interesse eines vernünftigen Dialoges zwischen den Religionen. Den im letzten Jahr geschlagenen Pfarrern gelang dieses Jahr die sportliche Revanche, was aber eigentlich belanglos ist, denn das Ereignis selbst ist wichtiger als das sportliche Resultat.

Eine sehr, sehr gute Idee, die zur Nachahmung dringend empfohlen ist!

Mehr von der "einzig wahren Kirche"

Dass die katholische Kirche den christlichen Alleinvertretungsanspruch für sich reklamiert und was ich davon halte, habe ich hier bereits vor Monaten erklärt. Und dass das Bild rechts (Quelle: titanic-magazin, startcartoons) durchaus nicht unberechtigt ist, ergibt sich aus diesem Beitrag in den Alltäglichen Wahrheiten.

Nun gibt´s wieder Neues zu vermelden. Die Grünen sind für Christen nicht wählbar! Dies ergibt sich aus einer Stellungnahme eines Sprechers des Bischofs Mixa. Claudia Roth von den Grünen hatte Mixa als "durchgeknallten Oberfundi" bezeichnet. Der Sprecher des Bischofs erwiderte, diese Wortwahl Roths erinnere "in erschreckender Weise an die Propaganda-Hetze der Nationalsozialisten gegen die Katholische Kirche und ihre Repräsentanten".

Bischof Mixa bemüht nicht zum ersten Mal in widerliche Weise Vergleiche mit dem Nationalsozialismus. Bei seinem Israelbesuch sagte er beispielsweise:" Die „ghettoartige Situation“ in den besetzen Gebieten sei „fast schon Rassismus.“

Seine Meinung zu den "Gebärmaschinen" könnt Ihr Euch hier antun.

Manchmal bin ich doch für die Rente mit 67, denn dann hätten wir ab April nächsten Jahres Ruhe vor Bischof Mixa, wenn die katholische Kirche sich diesen irdischen Spielregeln unterwerfen würde...

Samstag, 20. Oktober 2007

Uns muss es scheinbar gut gehen

Diese Schlussfolgerung ist angesichts des Endes der Kampagne "Geiz ist geil" von Saturn und der Begründung dazu zwingend. faz.net meldet nämlich:

Der Werbeslogan „Geiz ist geil“ hat ausgedient. Das sagte der Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding, Roland Weise, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der neue Slogan heiße „Wir lieben Technik. Wir hassen teuer“, sagte der Media-Saturn-Chef.

Als Grund für den Wechsel nannte Weise den Wandel des Zeitgeistes. Die Konsumenten seien im Aufschwung wieder ausgabefreudiger, führte der Manager aus. „Als wir die Kampagne vor fünf Jahren gestartet haben, war die deutsche Wirtschaft noch in einer völlig anderen Verfassung. In solch schwierigen Zeiten hat der Kunde zu aller erst auf den Preis geschaut. Diese Stimmung haben wir optimal getroffen und zugleich Qualität geliefert“.
Komisch. An den meisten Leuten in meinem Umfeld geht der Aufschwung vorbei. Die haben alle weniger Geld im Portemonnaie. Sind wir, was wir sind, oder das, was man aus uns macht?

Freitag, 19. Oktober 2007

Links blinken und überhaupt nicht abbiegen...

Prof. Karl Lauterbach

Gestern Abend war ich auf einer SPD-Veranstaltung hier in Kiel. Der an sich spröde Titel der Veranstaltung "Demografie und soziale Sicherheit" ließ eigentlich eine staubtrockene Geschichte erwarten. Doch dann kam alles anders. Prof. Karl Lauterbach hielt einen fesselnden Vortrag, dessen Inhalt und dessen Botschaft so sozialdemokratisch waren, dass mein linkes Herz nach etlichen Jahren wieder einmal von einem Sozialdemokraten geöffnet wurde. Dr. Hans-Peter Bartels charakterisierte Lauterbach und sich selbst als die "Jungen", die durch Diskussionen mit der Spitze verändern und nötigenfalls auch die Spitze beseitigen wollen.

Dr. Hans-Peter Bartels
Bei seiner Begrüßung erinnerte Dr. Bartels daran, dass der Veranstaltungsort historisch verpflichtend sei. Schließlich hat ja am Legienhof in Kiel einmal der Matrosenaufstand begonnen, dem Deutschland seine erste Demokratie verdankt. Wie schon Ralf Stegner bei der Maidemo bemühen also Genossen durchaus die Historie, von der gewisse medienpolitische Dampframmen wie Peer Steinbrück nichts mehr wissen wollen und stattdessen von "strukturkonservativen Heulsusen" sprechen.

Einer SPD, die sich an Werten orientiert, wie sie gestern von Dr. Bartels und Prof. Lauterbach vertreten wurden, könnte durchaus wieder eine politische Heimat für mich sein. Keine Frage. Deshalb habe ich Dr. Bartels beim Abschied auch gesagt, wie dankbar ich für die Einladung zu dieser Veranstaltung bin und wie gerne ich wieder der SPD angehören würde. Das mir dann von ihm hastig gereichte Beitrittsformular bewahre ich auf. So lange die "Basta-Fraktion" in der SPD jedoch das Sagen hat und gute sozialdemokratische Werte ein ums andere Mal verraten werden, kann ich meine alte Liebe nur kritisch begleiten.

Das Gewerkschaftsverbot durch die Hintertür, das der Sozialdemokrat Steinbrück zu verantworten hat und angeblich in diesen Tagen abschwächen will, ist für die SPD dieser Tage ein Symbol. Meine Versuche, durch Gespräche mit den hiesigen Bundestagsabgeordneten der SPD Bürsch und Bartels dafür zu sensibiliseren, sind vollständig fehlgeschlagen. Deshalb stehen links schlagenden Herzen der schlichte politische Pragmatismus und Fraktionsdisziplin gegenüber. Links blinken und und überhaupt nicht abbiegen, ist eben auch keine Lösung und nur geeignet, noch verbitterter zu werden.

Diese Verbitterung brachte ein seit 40 Jahren der SPD angehörender Altgenosse bei der Diskussion glashart zum Ausdruck, der sich einerseits wie ich riesig freute über das, was Karl Lauterbach vorgetragen hatte, und andererseits den Verrat sozialdemokratischer Grundwerte beklagte. Auf seinen Beitrag wurde jedoch nicht von Dr. Bartels und Prof. Lauterbach geantwortet, obwohl der Beitrag des Altgenossen den mit Abstand größten Beifall bekommen hatte.

Äußerst empfehlenswert ist jedoch das Buch "Der Zweiklassenstaat" von Karl Lauterbach, das entsetzliche Diagnosen und Prognosen beinhaltet, die uns alle in den nächsten Jahren betreffen werden.

Posted by Picasa

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Spritze gegen Nikotinsucht

Wie die netzzeitung berichtet, wird es in drei Jahren mittels einer einzigen Injektion quasi per Impfung möglich sein, von der Nikotinsucht los zu kommen.

Das Prinzip ist denkbar einfach:

Der Durchbruch beim Rauchen gelang den Forschern mit einer ungewöhnlichen Paarung: Sie verbanden das Nikotinmolekül mit dem Eiweiß eines Krankheitserregers zum Beispiel aus dem Cholerabakterium. Damit waren die Testpersonen nach der Impfung mit dem neuen Partnermolekül nicht nur gegen Cholera immun, sondern ihr Körper blockierte auch die Wirkung des Nikotins.
Dann wollen wir mal sehen, welche Industrie die Nase in drei Jahren vorne haben wird: Die Pharma- oder die Tabakindustrie.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Gut so!

Der Anwalt der taz, Johannes Eisenberg, der mich vor dem Landgericht Stuttgart vor etwa 1 1/2 Jahren erfolgreich gegen den Bund Deutscher Zollbeamter vertreten hat, als dieser mich per Einstweiliger Verfügung zu einer Unterlassung in dem von mir perönlich verantworteten Forum "Zoll-Board" zwingen wollte, hat gegen einen der Übelmänner der Abmahnwelle im Internet, den Rechtsanwalt Gravenreuth eine Freiheitsstrafe erwirkt, wie bei heise nachzulesen ist.

Gravenreuth hatte die Domain der taz pfänden lassen.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Agenda 2010 nicht die zehn Gebote?

Ungewöhnlich religiös äußert sich der Gazprom-Manager Gerhard Schröder, der einigen noch als Bundeskanzler in Erinnerung sein dürfte, in der Süddeutschen.

"Er werde seinen Glauben an die "kollektive Vernunft“ in der SPD-Spitze nicht aufgeben, sagte Schröder am Montag bei einer Rede über seinen sozialdemokratischen Vorvorgänger Willy Brandt in Berlin. Wer auf dem Hamburger SPD-Parteitag in gut zwei Wochen ein "machtpolitisches Showdown" erwarte, werde enttäuscht werden.

Nach seinen Worten sind die Reformen der in seiner Kanzlerzeit eingeleiteten "Agenda 2010" "nicht die zehn Gebote". Bei der Auslegung dürfe sich auch niemand als Moses betrachten. Korrekturen in einzelnen Punkten seien durchaus vorstellbar."

Wer mehr Geld hat, auch staatliche Transferleistungen, kann eben auch mehr Geld für Strom und Gas ausgeben. Die zehnprozentige Preiserhöhung von E.ON aufgrund von angeblich höheren Einkaufspreispreisen müsste ja ohnehin zu einer Erhöhung der Sozialleistungen führen. Warum also nicht gleich die Agenda 2010 an die Gier von Gazprom anpassen?