Sonntag, 28. Oktober 2007

Einer für den Morgen

Das legendäre "Take Five" gespielt vom Komponisten Dave Brubeck und gesungen von Al Jarreau macht mir heute den Tag.

Dass Al Jarreau stimmlich ein ganzes Orchester ersetzen kann und die Melodie von "Take Five" geradezu hypnotischen Drive hat, macht aus dem Zusammenspiel der beiden Musiker so etwas wie eine Jazz-Symphonie.

Habt Spass!

Wiki des Tages

Einer der berühmtesten und am spektakulärsten spielenden Fußballer aller Zeiten wäre heute 74 Jahre alt geworden: Garrincha!

Als wir damals noch Straßenfußball spielten - wer weiß heute noch, was das ist - haben wir uns nach unseren großen Vorbildern benannt. Ich wollte immer "Garrincha" sein, obwohl dies Blödsinn war angesichts meiner Größe, denn so wendig und beweglich wie er konnte ich ja nie werden.

Dass seine Fähigkeiten ganz eng mit orthopädischen Fehlern zusammen hingen, habe ich eben erst beim Studium seines Wikipedia-Eintrags erfahren:

Von Geburt hatte er einige Fehlbildungen an seinem Körper. Sein Rückgrat war deformiert, zudem waren auch seine Beine verkrüppelt. Sein linkes Bein war 6 cm kürzer als sein rechtes. Durch zahlreiche Operationen wurde ihre Beweglichkeit zwar soweit hergestellt, dass er damit laufen konnte, sein linkes Bein blieb jedoch ein O- und sein rechtes ein X-Bein. Daher auch der Name "Garrincha" nach einem brasilianischen Urwaldvogel (eine Unterart des Zaunkönigs).
Hier ein schönes Video mit einigen seiner Zaubereien:

So wird man was oder wohin nun?

Ähnliches hatte ich schon gehört. Aber so, wie es die WELT meldet, mochte ich es mir nun doch nicht vorstellen.

Wenn demokratischen Voten nicht in den Kram passen, passt man die demokratischen Voten eben vorher an. Morgen spricht ja keiner mehr davon. Und so geben die 75 Prozent, die der Spezialdemokrat Steinbrück bei seiner Wahl zum Parteivize bekommen hat, seinen wahren Rückhalt in der Partei nicht wahrheitsgemäß wieder.

Unter den "Heulsusen" und "Strukturkonservativen" muss es verdammt viele Masochisten geben...

Samstag, 27. Oktober 2007

Bei den PISA-Werten...

...scheint eine solche Software mehr als nötig und angezeigt zu sein, nicht wahr?

Ein Schwangerschaftskalender als Vista-Gadget! Toll! Ein Kind, das im Bauch der Mutter zig Systemabstürze und Sicherheitslöcher der Illusion eines Betriebssystems mitgemacht hat, wird doch schon mit Umweltschäden auf die Welt gebracht, ohne diese gesehen zu haben, oder?

Nun denn. Wer´s braucht, kann´s sich ja hier downloaden.

Einer für den Abend


In den 60ern gab es einige "One-Hit-Wonder" wie Scott McKenzie mit "San Francisco" oder Peter Sarstedt mit seinem "Where Do You To, My Lovely".

Dieses Lied gehört zu den Erinnerungen an die kommerziell übel missbrauchte Hippie-Zeit wie Räucherstäbchen, bemalte Joints, von Kerzenwachs überträufelte Flaschen als Kerzenständer und selbst gebatikte T-Shirts.

Wiki des Tages

Seine Stimme kennen wir wohl alle, denn es ist die wohl bekannteste deutsche Synchronstimme. Seinen Namen kennen sicherlich nicht so viele: Christian Brückner.

Vor allem Robert de Niro verdankt der großen Kunst von Christian Brückner sehr viel seiner Popularität in Deutschland.

Heute wird Christian Brückner 64 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Hier als mp3 ein Beispiel aus dem Film "Taxi Driver", für den Martin Scorsese Brückner extra casten ließ:

"Hier ist ein Mann, der sich nicht mehr alles gefallen lässt..."

Freitag, 26. Oktober 2007

Einer für den Abend

Passend zu meiner Stimmung von Abkehr von der SPD und noch nicht möglichem Aufbruch zu neuen Ufern bei der Linken hier für Euch und mich "Nobodys Knows The Trouble I´ve See" in der Interprätation von Louis Armstrong.

Enttäuscht, frustriert und die Hände gebunden

Die Ergebnisse der Wahlen auf dem Hamburger SPD-Parteitag sind so, dass ich mit der SPD abgeschlossen habe. Die 75 Prozent, die Peer Steinbrück erreicht hat bei der Wahl zum Stellvertreter von Kurt Beck, sind eine erschütternde Zahl. Das seit immerhin 18 Jahren in arbeit befindliche neue Parteiprogramm und der Spezialdemokrat Steinbrück passen so gut zusammen wie Papst Benedikt und die Hausordnung eines Satanistenzentrums.

Demokratischer Sozialismus, wie er im Parteitag des SPD beschrieben wird, und Peer Steinbrück? Das ist links blinken und rechts herum im Kreisverkehr fahren, bis der Sprit alle ist.

So lange die Linke vom Verfassungsschutz überwacht wird, kann ich als Beamter mich dort nicht betätigen. Wäre dies anders, so würde ich mir das Beitrittsformular jetzt irgendwo herunterladen, ausfüllen und abschicken.

Einer für den Morgen

Dass Protestsongs die Dinge kurz, knapp und plakativ auf den Punkt bringen können, beweist ein ums andere Mal Manu Chao.

Mit regelmäßig nur drei Akkorden, dem gekonnten Zupfen der E-Saite und einer fröhlich klingenden Meldodie zum Reggae-Rhytmus transportiert er schlichte Botschaften vom Frieden, der Umweltzerstörung und gegen die US-amerikanische Politik so, dass seine Live-Auftritte immer auch Protest-Happenings sind.

Im Süden unseres Landes kann man sich Manu Chao in diesen Tagen noch live anschauen. Bei uns im Norden habe ich ihn leider verpasst.

Aber wozu gibt´s YouTube? Hier für Euch und mich "Bongo Bong" aus dem Jahr 1998:

Wiki des Tages

Diese SPIEGEL-Ausgabe war es, die am 26. Oktober 1962 den größten Angriff auf die Pressefreiheit in unserem Land auslöste: Die SPIEGEL-Affäre

In der Spiegel-Ausgabe 41/1962 vom 10. Oktober erschien unter dem Titel „Bedingt abwehrbereit“ ein von Conrad Ahlers verfasster Artikel, der, unter anderem gestützt auf Resultate des NATO-Manövers Fallex 62, das Verteidigungskonzept der Bundeswehr unter Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß in Frage stellte: Die Bundeswehr sei aufgrund ihrer Ausstattung zu einer konventionellen Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland gegen einen potentiellen Angriff des Warschauer Pakts nicht fähig; ein Angriff ließe sich nur mithilfe des Einsatzes westlicher Atomraketen abwehren.

Der Würzburger Staatsrechtler und damalige Oberst der Reserve Friedrich Freiherr von der Heydte erstattete am 11. Oktober Anzeige wegen Landesverrates gegen die Redaktion des Spiegels. Nach Einholen eines Gutachtens beim Bundesverteidigungsministerium durch die Bundesanwaltschaft, die Ermittlungen leitete Siegfried Buback, erließ der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof am 23. Oktober die gewünschten Haft- und Durchsuchungsbefehle. Die Haftbefehle betrafen mehrere Spiegel-Redakteure, darunter Conrad Ahlers, sowie den Herausgeber und Chefredakteur Rudolf Augstein.

Am Abend des 26. Oktober begann dann die Besetzung und Durchsuchung der Spiegel-Räume im Hamburger Pressehaus, später auch des Bonner Redaktionsbüros, durch die Polizei. Auf Veranlassung von Strauß wurde noch in der Nacht Conrad Ahlers, zusammen mit seiner Frau im Urlaub, in Torremolinos durch die spanische Polizei verhaftet. Die Verhaftung Ahlers im von Diktator Franco regierten Spanien erregte bei der Opposition besondere Empörung. Am folgenden Tag, Samstag dem 27. Oktober, stellte sich Rudolf Augstein der Polizei und wurde in Untersuchungshaft genommen.

Die verhafteten Spiegel-Redakteure wurden nach und nach aus der Untersuchungshaft entlassen, zuletzt auch Rudolf Augstein nach 103 Tagen.


Götterdämmerung? Steinbrück spricht von Rücktritt

Wie in der FINANANCIAL TIMES DEUTSCHLAND nachzulesen ist, spricht der Spezialdemokrat Steinbrück erstmals von Rücktritt:

"Wenn ich den Eindruck hätte, ich würde mich einer Mehrheit beugen müssen, gegenüber einer Maßnahme oder einer Politik, die ich persönlich nicht vertreten kann, dann halte ich es für richtig, dass man als Politiker Konsequenzen zieht. Es mag in diesem Sinne einige Fragen geben, aber die muss jeder für sich selber definieren." Steinbrück sprach von Selbstachtung, die er wahren müsse. Es komme ihm weniger auf die Prozentzahl bei der Wahl zum Vize an, mehr auf die Art des Umgangs mit seiner Person, heißt es in seiner Umgebung. Im Klartext: Läuft es ganz schlecht, dann kann sich nicht nur die SPD einen neuen Vizechef suchen, sondern das Land auch einen neuen Finanzminister.

Dass er heute bei der Wahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden ein extrem schlechtes Ergebnis erzielen wird, ist innerhalb der SPD beschlossene Sache. Das kann sogar so weit gehen, dass er im ersten Wahlgang durchfällt. Wenn er dann die oben genannte Konsequenz zieht, soll´s mir recht sein. Dann kriege ich eben einen neuen Chef, der nach der Pfeife der Ministerialbürokratie tanzt...

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Flüchten und dann die Justiz in den Bazar holen

Per handgeschriebenem Telefax meldete sich ein unter äußerst myteriösen Umständen entflohener Häftling der JVA Krefeld und bot einen Handel an: Für die Reduzierung seiner Haftstrafe von sieben auf fünf Jahre und Abschiebung nach Verbüßung der Halbstrafe würde er seine Helfer preisgeben.

Pikanterweise ermittelt die Staatsanwaltschaft, wie der WDR meldet, wegen eines Anfangsverdachtes gegen vier JVA-Bedienstete.
Deal or no deal?

Politische Wetterfahnen sind ehrenhaft

Gestern Abend erklärte uns Peer Steinbrück in der Sendung "hartaberfair", dass es die Aufgabe Kurt Becks sei, dafür zu sorgen, dass die SPD politikfähig bleibt. Dazu würde auch gehören, sich darum zu kümmern, dass genug Leute die SPD wählen. Und dies würde auch erfordern, gelegentlich die Politik an den Wählerwünschen zu orientieren. Dieses Handeln, so Steinbrück, sei ehrenhaft.

Diese Variante der pragmatischen Politik und der Selbstgefälligkeit auf Kosten der eigenen Glaubwürdigkeit ähnelt der Diktion Helmut Kohls. Für Sozialdemokraten ist dies eine unwürdige Haltung, denn soziale Gerechtigkeit ist nun mal keine Sache einer aktuellen politischen Bö. Echte und wahre Sozialdemokraten stehen auf dem Deich bei Windstärke 12 und stemmen sich dem Sturm entgegen.

Deshalb bleibt´s dabei: Steinbrück ist ein Spezialdemokrat!

Wiki des Tages

Durch Entscheidung des Amtsgerichts Berchtesgaden vom 25. Oktober 1956 (II 48/52) ist der Tod Adolf Hitlers „auf den 30. April 1945, 15 Uhr 30 Minuten“ festgestellt worden.

Die Überreste Hitlers und seiner Frau wurden in den ersten Maitagen von sowjetischen Beauftragten ausgegraben und anhand von Röntgenbildern und Zahnschemata identifiziert. Die UdSSR hielt die Leichenfunde aus politischen Gründen jahrzehntelang geheim. Nach Ende des Kalten Krieges wurde bekannt, dass die Überreste Hitlers und Eva Brauns auf dem Gelände einer sowjetischen Kaserne bei Magdeburg vergraben waren und erst 1970 auf Anweisung von KGB-Chef Andropow vollständig verbrannt und die Asche in einen Fluss verstreut worden waren. Bevor dies bekannt wurde, hatte es immer wieder Verschwörungstheorien über den Verbleib Hitlers gegeben.

Also, Nazis hier und anderswo, er ist wirklich tot!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Einer für den Tag

Kennen gelernt habe ich Screamin Jay Hawkins über das Buch "Russendisko" von Wladimir Kaminer. Kaminer verehrt Hawkins. Ich auch.

Er war einer der schrillsten Vögel der Musikszene. Seine Auftritte waren für seine Zeit revolutionär. Ihm verdanken wir so schöne und für die Rockmusik wichtige Stücke wie "I Put A Spell On You" oder "I Hear You Knocking".

Hier für Euch und mich von dem im Jahr 2000 verstorbenen Screamin Jay Hawkins "I Put A Spell On You", das er bereits 1956 komponierte und das unter die 500 wichtigsten Titel in The Rock and Roll Hall of Fame's 500 Songs that Shaped Rock and Roll eingeordnet wurde.




Leider sind alle CD´s von ihm zur Zeit vergriffen. Demnächst gibt´s aber wieder Nachschub. Bis dahin empfehle ich Euch die Russendisko.

Hilfe für die Illusion eines Betriebssystems

Für die Installation und noch viel wichtiger für die Deinstallation von Programmen unter Windows oder Vista gibt es jetzt ein kostenloses und sehr, sehr gutes Tool von AShampoo gratis.

Mit AShampoo Magic Uninstall 2.81 kann man die beiden o.a. Vorgänge überwachen und steuern. Und dies besser als mit dem Werkzeug, das Bill Gates beigelegt hat. Den Download für die knapp 4,3 MB gibt´s hier und die Screenshots hier.

Bitteschööön!

SPD hat Vertrauen der Arbeiter verspielt

In einer vom STERN in Auftrag gegebenen und beim FOCUS veröffentlichten forsa-Umfrage gaben 73 Prozent der Befragten an, die SPD stecke seit Monaten im Umfragetief, weil sie das Vertrauen der Arbeiter verspielt habe.

Nun wird der Spezialdemokrat Steinbrück sicherlich wieder anmahnen, dass sich die SPD mit ihren Erfolgen besser verkaufen müsse. Die Politik der SPD sei gut, wird er wie immer sagen, nur versteht keiner, dass sie gut ist. Das Volk und gewisse Leute in der SPD hängen sozialromantischen Idealen nach, die nicht mehr zeitgemäß sind, wird er uns belehren. Spätestens heute Abend im Ersten bei "hartaberfair" wird er uns alle wieder mit seinen Thesen beglücken.

Die Telekom ein Rentenbetrüger?

Wie heute in den Lübecker Nachrichten zu lesen ist, steht die Telekom im Verdacht ein Rentenbetrüger zu sein. Der unglaubliche Vorgang stellt dar, dass für eine Mitarbeiterin die Sozialbeiträge nicht abgeführt wurden.

Was ist passiert? Mit der Privatisierung des Postbetriebs schieden zahlreiche Beamte auf diese Weise aus dem Dienst aus, verzichteten auf ihre Pensionsansprüche. Die Telekom sicherte Iris Jacobsen in einem Auflösungsvertrag zu: "Ihre Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung wird veranlasst."
Und genau das ist nicht geschehen. Die Nachversicherung verweigert die Telekom mit Hinweis auf eine vierjährige Verjährungsfrist. Ansonsten äußert sich das Kommunikationsunternehmen nicht.

Die Rentenversicherer beklagen, dass das "Rentenmodell Telekom" dazu führt, dass die Sozialleistungen nachträglich von der Versichertengemeinschaft getragen werden müssen.

Pfui, Telekom!

Am Bedarf vorbei produziert?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist mit einem Musikmärchen unterwegs, das unterhaltsam und informativ die Sache mit den Bienen an Kinder heran getragen. Mit dem Stück "Das Märchen von Bauch, Nase und Po" war man bereits in 57 deutschen Städten. In Fulda und Umgebung wird jetzt zum Boykott der Aufführungen aufgerufen, wie hr-online meldet.

Dahinter steckt der Bischof Heinz Algermissen, der eine einseitige Ausrichtung des Stücks auf körperliche Aspekte der Sexualität kritisiert." Nach katholischem Verständnis sei Sexualaufklärung nur in Verbindung mit ethischer Wertevermittlung denkbar.

Ich denke, dass gerade von der Kombination von Wertevermittlung und Sexualität die im Erzbistum Regensburg von einem bereits vorbestraften Pfarrer missbrauchten Kinder jetzt sehr viel wissen.

Wiki des Tages und einer für den Morgen

1948: Paul und Barry Ryan, britischer Sänger und Songschreiber werden geboren. Die Zwillinge schrieben mit dem Hit "Eloise" im Jahr 1968 Musikgeschichte. Reich orchestriert und mit viel Dramatik versehen stürmte das Lied die Charts. Ungewöhnlich war damals die Länge des Stücks mit etwas über fünf Minuten.

Hier also für Euch und mich aus dem Beat-Club des Jahres 1968 "Eloise".