1832: Im Deutschen Bund wird der Gebrauch politischer Abzeichen gesetzlich verboten. Das zielt besonders auf Schwarz-Rot-Gold als Zeichen nationaler Gesinnung. Als Reaktion auf das Hambacher Fest werden ferner Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt.
Viel hat sich in Deutschland seit 1832 offensichtlich nicht verändert. Die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 des Grundgesetzes wurde am 20. Februar 2007 per Erlass vom Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) für seinen Geschäftsbereich de facto außer Kraft gesetzt.
Okay, ein Adonis bin ich nicht. Dennoch, mein Gesicht gehört mir und das soll bitteschön auch so bleiben. Warum stelle ich das hier fest?
Wie die NETZZEITUNG berichtet, hat das Fraunhofer-Institut eine auf jedem PC lauffähige Software entwickelt, die die persönliche Befindlichkeit anhand des Gesichtsausdruckes erfasst und beurteilt. Für die Werbung ein hochinteressantes Feld. Im Straßenverkehr soll die Software müde werdende Autofahrer beispielsweise per Warnsignal wecken.
Im Zusammenhang mit der bundesweit angestrebten Videoüberwachung könnte man so vielleicht auch schon erkennen, wer Böses im Schilde führt, bevor das Böse umsetzen kann. Politikergelaber ließe sich so allerdings auch blitzschnell entlarven, weil es nicht "gesichtkongruent" ist. Tolle Aussichten!
Friedrich Merz, CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag, und einige andere Abgeordnete klagen dagegen, dass ihre Nebeneinkünfte für den Bürger transparent werden sollen. Das Bundesverfassungsgericht hat sich damit heute zu beschäftigten. Wie jemand, der so viel zu tun hat wie Friedrich Merz, noch das Volk vertreten kann, ist mir rätselhaft. Aber, vielleicht vertritt er ja auch nicht das Volk. Wer weiß. Wenn das Blog Mein-Parteibuch.de richtig informiert ist, dann leistet der Mann wirklich viel:
Bis zum 31.12.2004 war Friedrich Merz Anwalt in der Kölner Kanzlei Cornelius, Haesemann und Partner. Nach seinem Rückzug als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU wurde Merz Partner in der internationalen Kanzlei Mayer, Brown, Rowe & Maw.
Das 600. Posting seit dem Beginn der Alltäglichen Wahrheiten beschäftigt sich mit dem Barcode, dem heutigen Wiki des Tages. Der Barcode wird heute nämlich 30 Jahre alt. Ich empfehle Euch dazu neben dem ausführlichen Artikel bei Wikipedia auch den beim SPIEGEL. Angefangen hat alles in den USA und dementsprechend war dann auch der erste mit Barcode gescannte Artikel eine Kaumgummipackung...
...nicht einmal Gerichtsurteile, wie die tagesschau meldet. Der Ex-Stabschef von George W. Bush Lewis Libby war bekanntlich rechtskräftig wegen Meineids, Falschaussage und Rechtsbehinderung zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Diese Haft muss er nun nach einem Gnadenerweis seines Präsidenten Bush, der das Urteil als "übertrieben" ansieht, nicht antreten.
Wie man bei Wikipedia erfährt, war einer der Lehrer Libbys Paul Wolfowitz, der bekanntlich erst nach langem Widerstand von George W. Bush aus dem Amt des Weltbankpräsidenten entfernt wurde.
Wir als Deutsche sollten uns jedoch den mahnenden Zeigefinger sparen, denn bei uns gibt es ja einen Ex-Bundeskanzler, der nach wie vor sein Ehrenwort über unsere Rechtsordnung stellt. Dieser Mann steht sogar ernsthaft in der Diskussion für den Friedensnobelpreis. Wenn das möglich ist, ist es auch vorstellbar, das George W. Bush eines fernen Tages seine Irak-Mission als Friedenstat ausgelegt wird...
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, will Peer Steinbrück gegen Steuersparmodelle vorgehen, deren einziges Ziel es ist, Steuern zu sparen. Eigentlich eine gute Idee. Aber, wie vieles, was der Herr so denkt und tut, offenbart es einen zumindest entspannten Umgang mit unserer Verfassung, wenn man dem Verfassungsrechtler Rupert Scholz glaubt, der in Steinbrücks Vorschlägen eine unzulässige Beweislastumkehr sieht, die mit unseren Gesetzen nicht in Einklang zu bringen ist.
Dass Steinbrück und die Seinen im BMF es mit unserer Verfassung nicht so genau nehmen, wissen die Stammleser der Alltäglichen Wahrheiten schon aus der "unendlichen Geschichte" des "Gewerkschaftsverbotes durch die Hintertür".
Heute vor 36 starb Jim Morrison, der Sänger der "Doors". Er wurde nur 28 Jahre alt. Wie Janis Joplin, Jimi Hendrix oder der gleichfalls am 3. Juli gestorbene Brian Jones forderte das exzessive Leben als Rockstar dieser Tage seinen brutalen Tribut.
Für Euch und mich der spätestens aus dem Film "Apocalypse Now" bekannte Song "The End" in voller Länge (9:10 Minuten) und live.
Eine SPD, die kämpfen könnte, würde sich dies nicht geben. Aber, diese SPD kann nicht mehr kämpfen. Wofür denn auch?
Da liftet man doch lieber doch "Nicht-Koalitions-Gelaber" die Konkurrenz. Genau so wie es der Karikaturist Klaus Stuttmann hier zeigt. Vielen Dank an den Perlentaucher dafür.
Tja, die letzte Woche habe ich Urlaub gemacht. Habe erst heute wieder Kontakt mit der virtuellen Welt aufgenommen. Eine Woche ohne Emails und Internet! Fazit: Es geht tatsächlich auch ohne und sogar so gut ohne, dass ich mich heute selbst überreden musste, meinen Laptop aufzuklappen...
Es gibt genug zu berichten. Es ist genug passiert. Wohlan denn, lasst es uns genießen...
Wie reuters meldet, hat der SPD-Vize und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der bekanntlich für einen klar politisch motivierten Rechtsbruch verantwortlich zeichnet, seine Partei zu mehr Geschlossenheit aufgerufen. "Wir sind häufig selbst die Stichwortgeber, die dazu führen, dass unsere Spitzenvertreter in den Medien öffentlich beschädigt werden", sagte Steinbrück.
Aha. Wer es mit der grundgesetzlich garantierten Koalitionsfreiheit ausgerechnet als Sozialdemokrat nicht so genau nimmt, der gibt nicht nur Stichworte. Der setzt Zeichen und darf sich nicht wundern, wenn sich die Leute angewidert von einer solchen SPD abwenden. Noch kocht der Konflikt des Bundesfinanzministers mit der Gewerkschaft der Polizei dank der politischen Weitsicht innerhalb der GdP auf Sparflamme. Das wird aber nicht so bleiben, wenn der SPD-Vize Steinbrück weiterhin die Größe zum Einräumen eines Fehlers vermissen lässt.
Heute vor 55 Jahren, am 24. Juni 1952, erschien die erste BILD-Zeitung mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren. Von Günter Wallraff, der Hans Esser bei BILD war, bis hin zum BILDblog gehen die Versuche, BILD und seine Methoden zu entlarven.
Der Verantwortung als auflagenstärkste Zeitung Europas entspricht der Hang zur Wahrheit bei BILD nicht, wie wir alle wissen. Keine andere Zeitung wird so oft vom Deutschen Presserat gerügt wie BILD. Die Grafik belegt dies eindrucksvoll.
Am letzten Donnerstag verstarb im Alter von nur 60 Jahren einer der genialsten Liedermacher des deutschsprachigen Raums: Georg Danzer.
Eines meiner Lieblingslieder von ihm neben dem Stück "Morgenrot", das die BOTS erfolgreicher als er selbst unter dem Titel "Aufstehen" vermarkteten, ist "Die Freiheit". Zu gerne würde ich Euch ja das Ding YouTube-Video anbieten. Aber leider gibt´s das (noch) nicht. Deshalb hier der Text:
die freiheit
vor ein paar tagen ging ich in den zoo die sonne schien, mir war ums herz so froh vor einem käfig sah ich leute stehn da ging ich hin um mir das näher anzusehen
*nicht füttern* stand auf einem großen schild und *bitte nicht reizen, da sehr wild!* erwachsene und kinder schauten dumm und nur ein wärter schaute grimmig und sehr stumm
ich fragte ihn *wie heißt denn dieses tier?* *das ist die freiheit!* sagte er zu mir *die gibt es jetzt so selten auf der welt drum wird sie hier für wenig geld zur schau gestellt*
ich schaute und ich sagte *lieber herr! ich seh ja nichts, der käfig ist doch leer* *das ist ja grade* - sagte er - *der gag! man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg!*
die freiheit ist ein wundersames tier und manche menschen haben angst vor ihr doch hinter gitterstäben geht sie ein denn nur in freiheit kann die freiheit freiheit sein -
Wunderschön, nicht wahr? Habe aber bei YouTube ein Video mit seinem ersten "Hit" gefunden, dem ein warmherziger Text von Walter Gröbchen, ehemaliger ORF-"MusicBox"-Redakteur, ist Journalist, Verleger und A&R-Berater in Berlin und Wien. Außerdem ist er Mit-Herausgeber des MP3-Online-Magazins Tonspion, beigefügt ist.
Endlich! Der Vatikan hat 10 Gebote für´s Autofahren veröffentlicht, wie die WELT meldet. Darunter befinden sich so tolle wie diese:
Du sollst dich an Tempo-Limits halten. Du sollst ein Auto nicht als Objekt der persönlichen Verherrlichung oder als Ort der Sünde benutzen.
In den "Richtlinien für eine pastorale Verhaltensweise auf der Straße" heißt es weiter: "Autos neigen dazu, die primitive Seite im Menschen zu wecken und erzeugen daher eher unschöne Ergebnisse".
Mehr als im Papamobil ist persönliche Verherrlichung doch nicht machbar, oder? Allerdings, dass Autos die primitive Seite im Menschen wecken, weiß man wohl nirgends besser als im katholischsten aller europäischen Länder, nämlich in Polen...
Die Forderung der Kaczynskis, die Kriegstoten in die Stimmgewichtung des EU-Rates einzubeziehen und damit Polen auf eine fiktive Einwohnerzahl von 66 Millionen hoch zu rechnen, ist absurd und widerlich.
Mit derart provinziellem Denken hätte es die EU nie dazu gebracht, eine wirtschaftliche Stärke zu erreichen, die es verträgt, marode Wirtschaften wie z.B. die polnische so aufzubauen, dass massenweise Arbeitsplätze nach Polen ausgelagert werden konnten, sehr zum Leidwesen der davon betroffenen Westeuropäer. Wer also so viel Nutzen aus Europa zieht, sollte sich vielleicht auch einmal damit beschäftigen, wie und woher der Nutzen kommt. Diplomatische Unverschämtheiten bzw. Dummheiten wie die der Kaczynski-Brüder wird man dabei in der Kausalkette nicht entdecken.
Aus dem Jahr 1978 stammt diese Nummer. Die Anmoderation in der Sendung "Rockpop" spiegelt die Ratlosigkeit wieder, die man damals ob solcher Klänge aus Synthesizern hatte. Die deutsche Band Kraftwerk baute sich übrigens einen Teil ihrer Instrumente selbst. Ich habe die Band musikalisch im Schulunterricht kennen gelernt, als unser norwegischer Musiklehrer Age Corneliussen musikalische Muster erklärte und dazu ausgerechnet den Kontrast zwischen Jethro Tull und Kraftwerk bemühte. Damals hatte Kraftwerk mit dem Stück "Ruckzuck", das eigentlich nur aus einer Dreitonfolge bestand einen Hit in Deutschland. Zur gleichen Zeit war das Album "Living In The Past" von Jethro Tull erschienen. Wie Lehrer eben so sind, war das Einfache (Kraftwerk) schlecht und das aufwändig Gestaltete (Jethro Tull) wertvoll...
Wie auch immer. Die Band Kraftwerk wurde spätestens mit dem Stück "Autobahn" 1973 zum Trendsetter, wenn nicht gar zum Begründer des Elektropops. Hier für Euch und mich - auch zur Erinnerung an Konrad Zuse - das Stück "Wir sind die Roboter".
Ob diese Zeilen oder das Internet samt unseren Computern überhaupt oder zumindest schon jetzt da wären, wenn heute vor 97 Jahren nicht Konrad Zuse geboren worden wäre, ist fraglich.
Nach seinem Ingenieurstudium war er als Statiker im Flugzeugbau tätig. Da die Berechnungen in der Flugstatik sehr monoton und mühselig waren, kam ihm die Idee, diese zu automatisieren. Das Resultat war der 1938 fertiggestellte, elektrisch angetriebene mechanische Rechner Z1 mit begrenzten Programmiermöglichkeiten, der die Befehle von Lochstreifen ablas. Der Z1 gilt als erster Computer überhaupt.
Die Folgemodelle wurde durchnummeriert bis zum Z25 im Jahre 1967. Auf Initiative von Bill Gates traf sich Konrad Zuse mit diesem auf der CeBIT 1995. Ebenfalls 1995 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde er auch Ehrenmitglied im Chaos Computer Club. Er wurde 2003 im ZDF auf Platz 15 der größten Deutschen gewählt. Am 18.12.1995 starb Konrad Zuse.
Seit ein paar Minuten haben wir kalendarisch betrachtet Sommer. Das Wetter unterstreicht diese Tatsachenbehauptung nicht. Ganz im Gegenteil. Egal. Janis Joplin singt mir die Sommerzeit in die vier Wände. Ich mach´ die Augen zu und sehe im Geiste "die Fische springen und die Baumwolle blühen". Sommer ist, wann ich will!
Der Kölner Express meldet, dassdie Bestatter noch in diesem Jahr mit einem Trauerkanal auf Sendung gehen wollen. Was erwartet uns denn da programmtechnisch?
"Themen, die für ältere Menschen relevant sind", sagte Gernig. "Wer einmal einen Todesfall in der Familie hatte, weiß, wie viele Fragen damit verbunden sind." Unter dem Titel "Verarmt, verscharrt, vergessen" werde auf die steigende Zahl von Sozialamts-Bestattungen eingegangen.
Klasse! Als wenn das uns angebotene Fernsehprogramm nicht schon traurig genug wäre...
Mit einem Click könnt ihr mehr über Eure Spuren im Internet erfahren. Gleichzeitig seht Ihr, woher die anderen aktuellen Besucher der Alltäglichen Wahrheiten kommen.
Zeig´s mir?
Sollten die Alltäglichen Wahrheiten irgendwann einmal Gewinne aus der hier geschalteten Werbung erzielen, so werden diese Einnahmen einem gemeinnützigen Zweck zugeführt.
Erst wenn etwas zur Sprache kommt, kann sich Widerspruch bilden.
Diesem Motto folgend möchte ich mein Blog gestalten. Der Wahnsinn um uns herum wird leider schon zu oft als normal oder unabänderlich angesehen.
Das sehe ich eben anders und möchte das Lächerliche im scheinbar Erhabenen zeigen und garniere dies dann noch mit etwas Zynismus und Satire.
Ich bin Zollfahndungsbeamter von Beruf und in der Gewerkschaft der Polizei aktiv. Politisch sehe ich mich links, so links, dass ich nicht mehr in der SPD sein mag und noch lange nicht in der PDS/Die Linke angekommen bin.
Erlebe tagtäglich das Schicksal derjenigen, die mit Woodstock aufgewachsen sind und die Welt von heute mit der Elle der Ideale von damals messen.