Dienstag, 17. April 2007

Wiki des Tages


Heute vor 28 Jahren erschien die erste Kiosk-Ausgabe der taz. Klar, dass ich die taz zum Wiki des Tages erkläre.

Zur heutigen Ausgabe geht´s hier.

Montag, 16. April 2007

Spielempfehlung für G8-Gegner

Am Wochenende haben die G8-Gegner doch tatsächlich mit Rollenspielen geübt, wie sie den G8-Gipfel stören oder behindern können. Dabei hält die Polizei doch alles für sie bereit, zum Beispiel das Spiel "Einer gegen alle", das hier der bekannte Polizist Holm, für uns alle "Herr Holm" vorstellt.

Wer so etwas noch hat, kann sich ja die VHS-Cassette des Programms von Dirk Bielefeldt kaufen.

Noch so viel Monat und dafür zu wenig Geld?

Knapp bei Kasse? Dispo bis zum Anschlag überzogen? Familie und Freunde bereits bis auf´s Hemd ausgeplündert? Es ist also an der Zeit, etwas zu unternehmen. Eine kleine Erpressung, ein kleine Entführung würde jetzt weiter helfen. Tja, und da ist es wieder unser altes Fleißproblem. Sogar zu faul, die Buchstaben aus der Zeitung für den Erpresserbrief auszuschneiden?

Kein Problem. Im Internet gibt´s für alles eine Hilfe, auch für unsere Problematik. Auf dieser Seite werden nach Deiner Vorgabe die Buchstaben für den einseitigen Briefwechsel schnell und komfortabel hergestellt. Voilá!

Einer für den Feierabend...

Der "Resurrection Shuffle" war der einzige Hit, den Ashton, Gardner & Dyke je hatten. Das war 1970. Zusammen mit Ian Paice (Deep Purple) und Rick Wakeman (Yes) spielte Tony Ashton die Nummer noch einmal. Den Live-Mitschnitt biete ich Euch heute zum Feierabend an. Die Nummer hat immer noch einen Megadrive!


Wohin der Knut-Hype führen kann...


...belegt diese Aufnahme aus einem deutschen Kreißsaal, die ich bei titanic fand.

Einer für den Morgen

Weil es so schön zur Karibik mit ihren Piraten und dem Wiki des Tages passt, hier passend auch zu den tropischen Temperaturen, die uns heute beschert werden, ein Reggae-Stück für den Morgen. Sly & Robbie besingen unterstützt von Simply Red die Nachtschwester, "Night Nurse".


Wiki des Tages

Heute vor 151 Jahren wurde durch die Pariser Deklaration die Piraterie international als illegal geächtet. Wegen des Datums und weil es die Piraterie nach wie vor gibt, erkläre ich sie heute zum Wiki des Tages.

Neben der modernen Piraterie auf hoher See gibt es noch die Marken- und die Softwarepiraterie. Die Piratenromantik hat es übrigens nie gegeben. Das ist bis heute so. Die chinesische Fabrikarbeiterin, die exklusive Marken nachmacht, empfindet dabei sicherlich genauso wenig Romantik wie ihre von der Regierung eingesetzten Chefs.

Er kann alles?

So, nun hat er den zweiten Anlauf gemacht, um sich für seine widerwärtige Geschichtsverdrehung zu entschuldigen. Nachzulesen ist das Dokument historischer Hilflosigkeit bei BILD. Demnach sei Filbinger ein Mann "mit einer belegbaren inneren Distanz zum NS-Regime" gewesen. Aha.

Dass dies erst nach zweimaliger Aufforderung aus der empörten Öffentlichkeit geschah und wahrscheinlich ohne den Brief Angela Merkels überhaupt nicht, sehe ich als klares Fischen am rechten Rand.

Sonntag, 15. April 2007

Einer für den Abend

Das Lied für den Abend spielt uns heute Miles Davis, der einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhundert war. Seine Interpretation des Adagio aus Joaquin Rodrigos "Concerto de Aranjuez" ist legendär. Ich habe sie übrigens zum ersten Mal gehört, als sie in einem Haferkamp-Tatort die Titelmusik war.

Das Album "Sketches of Spain", aus dem diese Aufnahme stammt, gehört in jede Jazzsammlung. Dass dieses Video Miles Davis nicht zeigt, liegt daran, dass Miles Davis 1991 verstorben ist. Die butterweich gespielte Trompete wird durch die Bilder, wie ich finde, jedoch wunderbar unterstützt.


Der "Safari-Minister" ist zurück

Peer Steinbrück bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen, Foto: BILD

Wie BILD berichtet, hat mein Minister Peer Steinbrück sich in Namibia blendend erholt. Aus mehreren Gründen hat BILD ihm den Titel "Safari-Minister" verliehen. Dass es Urlaub gibt und dass es so viel gibt, störte Herrn Steinbrück bekanntlich im letzten Jahr, als er den Deutschen unterstellte, zu viel Urlaub zu bekommen.

Was aber würde einem deutschen Arbeiter wohl passieren, wenn er seiner Fabrik gerade dann fernbleibt, wenn dort wegen starker Nachfrage im Akkord geschuftet wird? Wir alle können es uns ausmalen.

Das ist beim Herrn Steinbrück natürlich ganz anders. Da können die G7-Finanzminister in Washington tagen und Deutschland hat die EU-Ratspräsidentschaft. Egal, gebucht ist gebucht, sagt er und stellt fest, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Mein demokratisches Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt dagegen zur Zeit überhaupt nicht, Herr Steinbrück. Aus Ihrem Ministerium stammt ein Erlass, der die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 der Grundgesetzes aufhebt. Ihr Ministerium folgt einem Bericht, der den Beschäftigten der Zollverwaltung vorgibt, welche Gewerkschaften sie vertreten dürfen und welche nicht. Damit grenzt das Bundesfinanzministerium gezielt die Gewerkschaft der Polizei aus.

Toleranz in der globalen Welt Ersatz für Gastfreundschaft?

Mit dieser These begeistern mich Wladimir Kaminer und Yuriy Gurzhy in ihrem Beitrag für radiomultikulti. Allwöchentlich kommentieren sie höchst unterhaltsam unsere Gegenwart. In unregelmäßigen Abständen werde ich hier die genialen mp3 verlinken. Heute beginne ich also mit "Toleranz".

Einer für den Tag


Mit "And When I Die" von Blood, Sweat & Tears, der so ganz anders ist, als der Titel ahnen lässt, schicke ich Euch in diesen wunderschönen Sonntag, bei dessen tollen Temperaturen man nicht vor dem Rechner sitzen sollte. Der Mitschnitt aus dem Jahr 1970 ist in Schwarz-Weiß und aus dem japanischen Fernsehen. Es singt also noch der unvergleichliche David Clayton Thomas.



Wiki des Tages

Heute war die Auswahl zum Wiki des Tages wieder einmal sehr schwierig. Leonardo da Vinci und Wilhelm Busch wurden geboren und Hans Eichel wurde Bundesfinanzminister in der Nachfolge von Oskar Lafontaine. Hans Eichel bleibt mir als Zollbeamten eigentlich so in Erinnerung wie die meisten meiner Minister. In Wirklichkeit desinteressiert an den Problemen seiner Zollbeamten. Legendär ist jedoch sein Ausspruch "Wo immer wir auch sparen müssen, bei den Zollkapellen werden wir dies nicht tun", den er sagte, als er im Juni 2005 in Nürnberg einige Takte lang den Dirigentenstab schwingen durfte.

Nein, für heute gibt es etwas, das viel mehr verdient, der Wiki des Tages zu werden: Masada! Die Festung fiel am 15. April 73 n. Chr.

Masada ist bis heute das Symbol für Freiheitswillen. Nach dreijähriger Belagerungszeit zogen es die knapp 1.000 Verteidiger Massadas vor, in den Freitod zu gehen. Sich in die Sklaverei der 15.000 römischen Besatzer zu begeben, kam für sie nicht in Frage.

Samstag, 14. April 2007

Ein Missverständnis, Herr Oettinger?


Foto rechts: Hans Filbinger auf seiner Rücktrittspressekonferenz am 7. August 1978
Diese Rede war nicht misszuverstehen, Herr Oettinger. Ihre Reaktion auf die Reaktion Ihrer Parteichefin Merkel ist ein weiterer Schlag ins Gesicht all jener, die sie mit Ihrer Rede verletzt haben. Was ist darin missverständlich, wenn Sie verneinen, dass der verstorbene Filbinger an schrecklichen Urteilen aktiv mitgewirkt hat, selbst als er bereits in Kriegsgefangenschaft war. Ich zitiere dazu aus faz.net:

Filbinger hatte 1978 einen Prozeß gegen Hochhuth vor dem Stuttgarter Landgericht angestrengt. Hochhuth durfte danach aber weiter behaupten, Filbinger sei als „Hitlers Marinerichter“ ein „furchtbarer Jurist“ gewesen und habe „sogar noch in britischer Gefangenschaft nach Hitlers Tod einen deutschen Soldaten mit Nazi-Gesetzen verfolgt“.
Der Matrose Walter Gröger hätte ohne Filbinger den Krieg wohl überlebt. Es gab in Deutschland mal eine wunderbare Liedermachertradition, zu der der leider in den 90ern an Stimmbandkrebs erkrankte Walter Mossmann gehörte. Walter Mossmann besang das Schicksal des Matrosen Walter Gröger im Jahr 1979. Einen Auszug könnt Ihr hier als mp3 hören. Das Gesamtwerk Walter Mossmann´s gibt´ s hier bei trikont.de.
Gerne hätte ich bei trikont.de die Vierer-CD bestellt, wenn das möglich wäre. Aber leider gibt´s keine Möglichkeit die CD samt sehr ausführlichem Booklet dort zu bestellten. So biete ich Euch die Bestellung bei amzon an:

Einer für den Abend

"Did Somebody Make a Fool Out of You?" fragt Tony Joe White, der Meister des Swamp-Blues, hier live nach.

Ich denke, mehr Blues als in diesem Stück geht wohl nicht mehr, oder? Mehr Sehnsucht auch nicht.

2:38 Minuten Tony Joe White unplugged.


Wiki des Tages oder wie wir wurden, was wir sind...

Bernt Engelmann starb heute vor 13 Jahren. Sein Tatsachenroman "Großes Bundesverdienstkreuz" beschreibt eindringlich und spannend, dass bei der Währungsreform in unserem Land eben nicht alle mit 40,- DM angefangen haben und dass es Netzwerke und Seilschaften von Alt-Nazis gab und gibt, die bis heute funktionieren. Aufschlussreich ist der Anhang des Buches, in dem sich so mancher wieder findet, den man dort nicht vermutet hätte wie z. B. Dr. Ries, den Ziehvater Helmut Kohls.

Zusammen mit Günter Wallraff schrieb er das Buch "Ihr da oben - wir da unten", das ich Euch genauso gerne empfehle.

Noch sechs Tage und es gibt noch Karten...

... für das Konzert meines Lieblingsmusikers Jackie Leven am kommenden Freitag, 20. April 2007, im Kieler Kulturforum.

Und wer nicht weiß, wie sich Jackie´s Music anhört, der kann sich ein Radiointerview mit zwei live gespielten Stücken aus dem schottischen Rundfunk hier als mp3 anhören oder herunter laden.

Eintritt: Vvk 14,30 € / AK 16 €. Karten auch unter www.ticketonline.de

Die taz-bremen schreibt zum Bremer Konzert:

Singer/Songwriter

Jackie Leven

Einer, den der Rock'n'Roll gerettet hat: Jackie Leven, durch manches Tal gewandert, mit der Band "Doll By Doll" zu Erfolg gekommen, nach deren Auflösung während der Arbeit an einem Solo-Album Opfer eines Überfalls, bei dem er beinahe erdrosselt worden wäre, seine Stimme zeitweilig verlor, zum Heroin flüchtete. Er entschied sich für das Überleben und blieb der Welt als Sänger und Komponist erhalten. Auf vielen Solo-Alben hat er seither Unmengen schöner Songs veröffentlicht. Rock-Songs irgendwie, durchaus eingängig. Sie tragen auch Spuren der Musik aus Levens schottischer Heimat, der er sich patriotisch verbunden fühlt. Aber darum geht es nicht unbedingt. Eher um eine elegische Haltung, die sich nicht an einem Ort festmachen lässt. Wenn er "Rainy Day Bergen Women" besingt, ist die Einsamkeit die des fahrenden Troubadours, egal, ob er sich in Norwegen, Schottland oder Regensburg herumtreibt. Ein Refugium samt Pferd hat sich Leven auf einer Farm in Hampshire eingerichtet. Aber die alte Unruh packt ihn dann und wann immer noch, und dann haut er einfach ab, um sich Tage später aus irgendeinem Pub wieder bei seinen Freunden zu melden. Nun macht er wieder in Bremen halt.


Sehen wir uns am nächsten Freitag?

Würden die Arbeiter etwas unternehmen, müssten die Unternehmer arbeiten...

Mit dieser zugegebenermaßen etwas schlichten Losung ging 1971 die Agit-Polit-Rockband "Floh de Cologne" auf Tour und sang das Lied "Die Luft gehört denen, die sie atmen".

Sie traten damit auch in Neumünster, meiner Heimatstadt auf, um im Wahlkampf die DKP zu unterstützen. Als damals 16jähriger riss ich die Eintrittskarten ab und durfte mich dafür später verantworten, denn davon haben Schlapphüte Bilder gemacht, die mir bei meiner Bewerbung in den öffentlichen Dienst vorgehalten wurden. Damals gab es den von Willy Brandt eingeführten Radikalenerlass, den wir Berufsverbot nannten.


Wegen des tollen Wetters, bei dem wir die Luft genießen sollten, der heutige Song für den also mit den Flöhen, den ich aus rechtlichen Gründen hier nicht einbetten darf, den Ihr aber mit diesem Link locker aufrufen könnt:

Die Luft gehört denen, die sie atmen


Gewerkschaft tut gut

In den Alltäglichen Wahrheiten war es zwei Tage lang ruhig, denn ich war im beschaulichen Vielank und habe dort an einer Klausurtagung meiner Gewerkschaft teilgenommen. Zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen haben wir uns ausgetauscht und beraten. Die zu lösenden Probleme sind ähnlich. Wir waren - das darf man wirklich so sagen - fleißig und haben Antworten auf die anstehenden Reformen bei der Bundespolizei und dem Zoll ausgearbeitet.

Wichtig für mich war natürlich, was wegen des "Gewerkschaftsverbotes durch die Hintertür" veranlasst worden ist. Mein Minister hat Post bekommen von meinem Vorsitzenden Konrad Freiberg. Die Solidarität meiner Kolleginnen und Kollegen während der Klausurtagung in Vielank tat gut und ihr werden Taten folgen, wenn der widerliche Erlass weiter gelten wird...

Donnerstag, 12. April 2007

Wer zur Hölle ist Kurt Beck?

Hätte es diesen Symphatieträger nicht gegeben, wer würde Kurt Beck kennen?

So aber konnten immerhin 35 % der Befragten auf die Frage "Wer zur Hölle ist Kurt Beck" die richtige Antwort geben. Und das auch nur, weil Kurt Beck den Langzeitarbeitslosen Henrico Frank mit der ursozialdemokratischen Weisheit beglückte "Waschen und rasieren Sie sich, dann haben Sie in drei Wochen einen Job".

Mehr dazu bei: taz

Kaderschmiede der Bundeswehr?

So macht man Auflage, so macht man Kasse. Vorneweg bei solcher Methodik das Zentralorgan für die Vermarktung umsatzsteigernder Gebrauchswahrheiten, die BILD-Zeitung.

Was ist wirklich passiert? Die Flaggen, ausgeliehen vom Landesamt für Verfassungsschutz, dienten im Rahmen einer politischen Schulung über Rechts
extremismus als Anschauungsmaterial und sie hingen in einem Bereich, der von der Öffentlichkeit kaum einsehbar ist.

Was macht BILD daraus? Der Gebrauch der Anführungszeichen beim Wort Lehrmaterial und das Wort Kaderschmiede dazu das Wort Erklärungsnot und fertig ist ein selbstgemachter Skandal.

mehr dazu bei: BILDblog

Mittwoch, 11. April 2007

Einer für die Nacht...

Heute gab es weniger Posts in den Alltäglichen Wahrheiten als sonst. Das wird morgen und übermorgen auch so sein. Der Grund: Ich bin unterwegs.

Heute war ich bei allerbestem Wetter an der Ostsee hier im schönsten Bundesland der Welt unterwegs. Morgen und übermorgen treibt es mich nach Vielank (??? - wo iss dattdenn?) und dort ins Vielanker Brauhaus. Nächste Woche geht´s nach Dresden und Berlin. Die Woche danach bin ich in Brühl bei Köln.

Deswegen fühle ich mich ein wenig wie Bob Seger in seinem Lied "Turn The Page" und wünsche Euch eine Gute Nacht!

Erfundener Bundestagsabgeordneter

Die SPD verfügt seit mehr als zwanzig Jahren über ein Fraktionsmitglied im Deutschen Bundestag, das beruflich eine so ganz andere Karriere als die Wahlkampf-Looser Gabriel oder Steinbrück gemacht hat.

Der Abgeordnete Jakob Maria Mierscheid hat einen Lebenslauf, der das Herz eines richtigen Sozialdemokraten höher schlagen lässt und kann hier beim Deutschen Bundestag in dessen Internetangebot bestaunt werden.

Der Link in die Bundestagsabgeordneten-Biografien stimmt wirklich!

Was tun, wenn Knut nicht mehr niedlich ist?


Wie Stammleser meines Blogs wissen, mag ich den Hype um Knut überhaupt nicht. Die Alltäglichen Wahrheiten sehen sich dennoch in der Pflicht, den Niedlichkeitsjunkies zu helfen, wenn Knut das ist, was die Natur mit ihm vorhat. Man kann sich, wie der SPIEGEL eindrucksvoll belegt, durchaus billigen Ersatz beschaffen...

Wiki des Tages


Heute vor 39 Jahren schoss der Hilfsarbeiter Bachmann auf den Studentenführer Rudi Dutschke. Dutschke überlebte die Schüsse, starb aber an den Spätfolgen des Anschlags. Er ertrank während eines epileptischen Anfalls in der Badewanne am Heiligabend 1979. Bachmann nahm sich im Februar 1970 das Leben.

Warum ist das der heutige Wiki des Tages? Die mediale Treibjagd des SPRINGER-Konzerns auf den linken Studentenführer Dutschke, nach dem immerhin heute in Berlin eine Straße benannt ist, soll den intellektuell minderbemittelten Bachmann zum Anschlag veranlasst haben. Mehr zum Tatablauf hier: glasnost.de

Wolf Biermann schrieb dazu dieses Lied "Drei Kugeln auf Rudi Dutschke", in dem es heißt:

Die Kugel Nummer Eins kam aus Springers Zeitungswald
Ihr habt dem Mann die Groschen auch noch dafür bezahlt
Ach Deutschland, Deine Mörder...

mehr dazu bei: Detlef Mahnert

Dazu gelernt hat BILD nichts, wie Bildblog hier belegt.

Dienstag, 10. April 2007

Einer für die Nacht...

Heute schicken Euch Art of Noise mit ihrem Klassiker "Moments in Love" ins Bett. Hier das Video aus den 80ern dazu.

Das Tonstudio heißt "Führerbunker"

Der 61jährige Brian Ferry hat ein, wie der SPIEGEL es nennt, "bizarres Faible". Er mag Nazi-Kultur (gab oder gibt es so etwas überhaupt???). Wörtlich hat er das hier heraus gehauen:

"Die Art und Weise, wie sich die Nazis inszeniert und präsentiert haben, meine Herren! Ich spreche von den Filmen von Leni Riefenstahl und den Gebäuden von Albert Speer und den Massenaufmärschen und den Flaggen - einfach fantastisch. Wirklich schön"

Sein Tonstudio nennt er dieser Logik folgend denn auch "Führerbunker". Ist Geschichte in England eigentlich kein Pflichtfach?

mehr dazu bei: SPIEGEL und titanic-magazin

Einer für den Abend

Heute geleitet auch das Stück "Going to My Home Town" von Rory Gallagher in den Abend. Wie sagte es Ritchie Blackmore mit typisch englischem Humor? "Erst nach dem Tod von Jimi Hendrix und Rory Gallagher wurde ich zum besten Gitarristen der Welt"

Vor fast zwölf Jahren starb Rory Gallagher an den Folgen einer Lebertransplantation; etwas, das bei Iren durchaus häufiger vorkommen soll. 1974 habe ich Rory Gallagher in der Holstenhalle gesehen und dabei einen der besten Live-Musiker gesehen, der mir je vor die Augen und Ohren gekommen ist. Hier für Euch ein ganz und gar untypisches Stück von ihm, das er mit einer Mandoline spielt. Auch damit bringt er das Publikum in Wallung...


Wortergreifungsstrategie, was ist das denn?


Das ist die Methode mit der die NPD künftig vorgehen will, nachdem es für sie immer schwieriger wird. Der NPD-Vorsitzende Udo Voigt wörtlich:"Besuchen wir daher im Sinne der Wortergreifungsstrategie die Veranstaltungen des politischen Gegners."

Um NPD-Mitgliedern für solche Provokationen auf demokratischen Veranstaltungen Stichworte zu liefern, hat der Parteivorstand die Broschüre »Eine Handreichung für die öffentliche Auseinandersetzung – Argumente für Kandidaten & Funktionsträger« herausgegeben. Darin steht als Handlungsempfehlung:


"Adolf Hitler und die NSDAP sind Vergangenheit, Hartz IV, Globalisierung und Verausländerung aber bittere Gegenwart."

So wollen die Rattenfänger also auf Stimmenfang gehen. Mehr dazu bei: jungeWelt.de

Immer mehr Aufgaben mit immer weniger Personal

392 (!!!) Stellen weniger wird die Hamburger Polizei künftig haben. Wie mit immer weniger Personal immer mehr Aufgaben bewältigt werden sollen, weiß der Hamburger Innensenator Nagel genauso gut wie wir: Mit Überstunden!

Mehr dazu hier: Hamburger Morgenpost

Einmal im Jahr ist nicht genug...

...so dachten sich dies die beiden neun und elf Jahre alten Jungs aus München, die Mama und und Papa diesen putzigen Brief schrieben, um die eigene Abwesenheit zu erklären.

Sie konnten vom Camping offenbar nicht genug bekommen und bauten sich flugs das Zelt an ihrem Geheimversteck auf.

Schön, dass es noch Kinder gibt, die wirkliche Abenteuer bestehen möchten und nicht nur virtuelle am heimischen PC.

mehr dazu bei: Kölner Express

Die Karten lege ich mir dann doch lieber selbst...


Kartenlegen kostet 1,- Euro. Eine Reiki-Beratung per Fernübertragung wird da mit immerhin 29,85 Euro deutlich teurer.

Wem das noch nicht genügt, der kann sich bei Problemen in der Partnerschaft auch der magischen Möglichkeiten der Website-Betreiberin JUNIA bedienen. Eine neue Form der Heilkultur hält also Einzug ins Internet. Das Web 2.0 wird so mit dem Design des Web 0.1 zum Web 3.0?

Die Website-Betreiberin verfügt ausweislich ihres Banners (siehe oben) über ausgezeichnete Kontakte ins Jenseits. Das glaubt der geneigte Betrachter gern, denn von dort muss das Design stammen und dort muss auch der Deutschunterricht stattgefunden haben. Das Impressum offenbart doch kleinere Schwierigkeiten beim Gebrauch von Dativ und Akkusativ.

Einer für den Morgen

Überall in Deutschland scheint die Sonne und wird es warm und schön. Nur bei uns im Norden ist es trübe und regnet es. Klar, dass in diesem Fall der "Metereologen-Blues" schlechthin angesagt ist: "Ain´t No Sunshine"

Bill Withers komponierte dieses Stück und wurde damit 1971 bekannt. Er wird im Sommer 79 (!!!) Jahre alt.

Wiki des Tages

Heute vor 252 Jahren wurde Samuel Hahnemann, der Entdecker und Begründer der Homöopathie geboren.

Unter Linksintellektuellen gilt es nach wie vor als chic, sich über diese Heilkunst lustig zu machen. Die Kirche verteufelte bis vor kurzem Hahnemann, die Homöopathie und alles, was so heilte.

Dabei ist die Homöopathie die erste systemische Medizinform im europäischen Raum. Wer mich persönlich ein wenig besser kennt, weiß wie wirksam die Homöopathie ist. Die bis vor kurzem von mir betriebene Website www.globuli.de zeigt genug Beispiele der Wirksamkeit .

Also, möge Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden!

Montag, 9. April 2007

Kaum schreibe ich ein wenig gegen die Amis...

... da entdecke ich, dass die Alltäglichen Wahrheiten ganz besonderen Besuch hatten. Motigo Webstats hilft mir dabei, festzustellen, ob ich für mich alleine schreibe oder ob es doch irgendjemanden gibt, der sich außerdem für die Alltäglichen Wahrheiten interessiert. Heute schaue ich dort mal nach und stelle fest, das ein User mit folgenden Daten bei mir zu Gast war:

10.9 April23:33Douglas County PUD, Wenatchee, Washington, Vereinigte Staaten


Hochinteressant wird es, wenn Ihr mal auf die kleine Weltkugel klickt. Dort, wo der Server des Users gemeldet ist, gibt´s nur Felsen und Berge und weiter nüscht! So, und wenn man mal ein wenig forscht, stellt man fest, dass es sich um ein amerikanisches Energieunternehmen handelt, das auch für die Gemeinde am Ort ein Hochgeschwindigkeitsnetz betriebt. Okay. Und er Webserver dafür steht allein irgendwo in den Bergen herum. Aha!

Einer für den Abend

Heute befällt mich ein klares Deja vu. Vor vier Jahren besetzten die Amis Bagdad. Die Gründe für ihren Einmarsch in den Irak waren erstunken und erlogen. Korea, Vietnam, Grenada, Irak. Was noch? Ein sehr schönes Video und dazu "Deja vu (All Over Again)" live gespielt von John Fogerty halte ich für eine passende Abendunterhaltung.



Noch drei Wochen...


...und dann gehen wir auf die Straße, um zu zeigen, dass wir mehr Respekt verdient haben, dass soziale Gerechtigkeit keine Sonntagsphrase sein darf und Arbeit menschenwürdig sein muss.

Bis dahin können wir uns alle an einer europäischen Aktion der Gewerkschaftsverbände beteiligen. Es geht dabei um hochwertige öffentliche Dienstleistungen. Jeder kann die Petition unterzeichnen. Ihr findet sie hier:




„GEMEINSAM FORDERN WIR ÖFFENTLICHE DIENSTLEISTUNGEN, DIE DEN BEDÜRFNISSEN DER MENSCHEN GERECHT WERDEN. WIR FORDERN DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION AUF, ENTSPRECHENDE EUROPÄISCHE GESETZESVORSCHLÄGE ZU UNTERBREITEN [1]

ICH UNTERSCHREIBE DIE PETITION

Öffentliche Dienstleistungen [2] sind aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar und für den Zusammenhalt der Regionen in Europa notwendig. Sie müssen eine hohe Qualität haben und für Alle zugänglich sein. Bislang wurden nur die Privatisierung und Liberalisierung der öffentlichen Dienstleistungen diskutiert (besonders in Bereichen wie Energieversorgung, Post und Telekommunikation). Es wird Zeit für andere Lösungen!

Daher fordern wir die EU-Kommission auf, europäische Gesetzesinitiativen für die öffentlichen Dienstleistungen auf den Weg zu bringen, um

- dem Allgemeininteresse bei öffentlichen Dienstleistungen Vorrang zu verschaffen
- sicher zu stellen, dass jede(r) Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen hat
- öffentliche Dienstleistungen zu stärken und damit die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger zu garantieren
- mehr Rechtsicherheit zu schaffen, damit öffentliche Dienstleistungen langfristig erhalten und entwickelt werden können
- öffentlichen Dienstleistungen eine stabile rechtliche Basis zu geben und sie so vor ideologisch motivierten Angriffen im Namen des „freien Marktes“ zu schützen

Ich habe eben unterschrieben.

Einer für den Morgen


Manchmal findet man richtige Schätze und das an Orten, wo man sie wirklich nicht vermutet. Das Lied "Schön ist die Jugend" von Hannes Wader ausgerechnet als Schlusslied einer Karl-Dall-Show von RTL zu entdecken, gehört zu den kleinen Wundern.

Ich denke, dass sich viele von uns in dem Lied wieder erkennen oder zumindest einen Teil ihrer Jugend.

Schön war die Jugend, sorglos und frei
zum Glück ist sie jetzt vorbei


Viereinhalb Minuten purer Wader-Spass mit Klampfe und "unplugged" aus dem Jahr 1991!

Alle reden über die Gesundheitsreform. Er handelt!

Wenn Du ein Zipperlein oder gerne auch größere Leiden Dein Eigen nennst, kannst Du davon durch Handauflegen geheilt werden. Was ist dazu nötig? Zunächst ein Internetzugang und dann ein Drucker, den Du brauchst, um das Bild von Aham (Foto rechts) auszudrucken. Dann legst Du Deine linke Hand auf das Bild und Deine rechte Hand auf das, was Dich beschwert. Schwuppdiwupp und Du bist geheilt!

Mehr davon findet Ihr auf der Website dieses Herrn, der angibt in seinem früheren Leben Kriminalkommissar gewesen zu sein.

Mein Weblog senkt also die Kosten im Gesundheitswesen allein dadurch, dass es auch das Foto von Aham für den heilenden Abdruck veröffentlicht!

Geld lässt sich aus allem machen...

Wir haben sie beim Bund gehasst: EPA und Hartkekse (Panzerplatten). Einmal im Monat war Epa Pflicht um Überbestände abzubauen. Der Verfasser dieser Page verkauft diese Mahlzeiten noch. Die abgelaufene Gammelware nennt er stolz Sammlerartikel.

Zur Erklärung für Nicht-Ex-Bundis: EPA steht für "Ein-Mann-Paket" und bezeichnet einen Pappkarton mit Lebensmitteln für einen Tag.

Wiki des Tages

Heute vor vier Jahren marschierten amerikanische Truppen in Bagdad ein. Klar, dass dies Wiki des Tages ist.

Der Kreis von den Lügen Colin Poweills im UN-Sicherheitsrat bis hin zu den Menschenrechtsverletzungen in Guantanamo ist geschlossen.

Wer die Wahrheit über erstunken und erlogene Massenvernichtungswaffen und erfundene Zusammenhänge von Al-Quaida zum Irak wissen möchte, sollte sich "9/11 Fahrenheit" von Michael Moore anschauen. Dass die Familie Bin Laden hervorragende Kontakte zur Famiie Bush hatte und sie deshalb noch in der Nacht nach dem 11. September 2001 die USA verlassen durften, ist nur eine der bemerkenswerten Entdeckungen Michael Moores.

Hier der Trailer zum Film: