Dienstag, 6. November 2007

Kleinkunstpreis für Hagen Rether

Foto: wdr.de
Der Essener Kabarettist Hagen Rether ist diesjähriger Preisträger des 36. Deutschen Kleinkunstpreises. Das wurde aber auch Zeit, würde ich mal sagen. Wie heißt es dazu:

"Damit zeichnet die Jury einen klavierspielenden Kabarettisten aus, der mit sanfter Stimme und voller Angriffslust das Weltgeschehen beiläufig plaudernd auseinandernimmt", teilte das Theater "unterhaus" in Mainz mit.
Hier ein Beispiel dafür und meine absolute Lieblingsnummer von ihm, sein "Vaterunser"!

Gottseidank gibt´s Airbags!

Tja, das war er mein Wagen. Heute auf dem Weg zum Dienst fuhr ein anderer Verkehrsteilnehmer plötzlich, obwohl er "Rot" hatte, los. Chancenlos mit 50 km/h schlugen meine Frau und ich auf. Die Airbags verhinderten schlimme körperliche Schäden. Neben den üblichen Prellungen, einem kräftigen HWS-Trauma und Verbrennungen an der Hand (vom Airbag) sind uns ein Totalschaden und ein gehöriger Schock geblieben.

Auch die Gurtstraffer haben gute Arbeit geleistet.

Ich habe so etwas auch schon ohne Airbag erlebt und das war wesentlich unangenehmer...

Vielen Dank an die vielen netten Helfer und Zeugen, die uns geholfen haben!

Wiki des Tages

Am 6. November 1910 wurde Erik Ode, der Kommissar, geboren. Er war außerdem ein bekannter und guter Regisseur.

Die berühmten "Reinecker-Dialoge" ("Da sagte sie zu mir...") und die Titelmusik waren die Markenzeichen der Serie "Der Kommissar"

Ein Held meiner Kindheit und Jugend, von dessen Neigung zum Alkohol ich allerdings bis eben, als ich bei YouTube suchte, nichts wusste...

Montag, 5. November 2007

Nach langem mal wieder etwas Lustiges (?)

In dem Forum des Zollvollzuges "www.zoll-board.de", das ich seit heute genau seit drei Jahren betreibe, wurde heute dieses Video eingestellt, in dem es um Meinungsverschiedenheiten geht, die mangels Argumenten eben körperlich ausgetragen werden. Allem Anschein nach war Wodka mit ihm Spiel.

Diesen Hochzeitstag werden die Brautleute gewiss nicht vergessen...

Wiki des Tages

Rudolf Augstein wurde heute vor 94 Jahren geboren. Als erst 23jähriger gründete er 1947 nach dem Vorbild der "Time" oder "News Review" den "SPIEGEL".

Was heute sechs Millionen Leser erreicht, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die "Spiegel-Affäre" oder der immer noch andauernde einseitige Boykott des Helmut Kohl sind nur einige der bemerkenswerten Ereignisse bzw. Reaktionen auf den Stil und den Inhalt des Wochenmagazins.

Auch wenn sich Augstein gelegentlich mit historisch und persönlich gelegentlich fragwürdigen Personen umgab, hat er sich um die Pressefreiheit in unserem Land wie nur wenige verdient gemacht.

Dass das Online-Angebot des SPIEGEL ausgerechnet seit dem Tag für die Zollbeamten dieses Landes nicht mehr erreichbar ist, an dem der SPIEGEL die nicht vorhandenen bzw. viel zu laschen Kontrollen am Hamburger Flughafen bei Flugzeugen, die in Richtung Iran abfliegen, kritisch darstellte, ist ein Indiz für den demokratischen Geist derjenigen beim Zoll, die auch Gewerkschaftsverbote durch die Hintertür aussprechen.

Wenn Augstein noch leben würde, dann würde er diesen Dingen nachgehen oder nachgehen lassen...

Sonntag, 4. November 2007

Wie passend zum Wiki des Tages!

Unsere Abgeordneten wollen sich einen kräftigen Schluck aus der Diätenpulle gönnen, meldet die NETZEITUNG. Demnach sollen ihre Bezüge um 9,4 % steigen.

Okay, unsere MdBs hatten seit 2003 keine Gehaltserhöhung mehr. Das hatte aber auch gute Gründe und war der allgemeinen Einkommensentwicklung geschuldet. Irgendwann einmal wollten die Abgeordneten ja ihre Einkommensentwicklung an die des öffentlichen Dienstes anpassen. Hätten sie dies getan, so hätten sie, wie man hier nachlesen kann, seit 2003 folgende Erhöhungen bekommen:

2003: 2,4 % ab 1.1.03, in den oberen Gehaltsgruppen ab 1.4.03 (für Beamte außer B 11 ab 1.4.03 bzw.1.7.03) und einer Einmalzahlung von 7,5 % max. 185 €

2004: 1,0 % jeweils ab 1.1.04 und 1.5.04 (für Beamte außer B 11 ab 1.4.04 und 1.8.04) und Einmalzahlung von 50 €

2005 - 2007: Einmalzahlungen von je 300 €/Jahr an Tarifbeschäftigte Bund; Beamte: Entscheidung der Bundesregierung mit der Dienstrechtsreform; keine lineare Erhöhung
Im Hinblick auf ihre Diäten und sonstigen Zuwendungen kann man getrost behaupten, dass unsere MdB nicht am Hungertuch nagen:

Diäten: 7.009,00 € brutto (Stand: 06/2006)
Kostenpauschale (steuerfrei): 3.720 Euro pro Monat
Mitarbeiterpauschale (Gehalt, das der Bundestag zahlt: 13.660,- € im Monat (Arbeitnehmerbrutto)
Reisekostenerstattung: Art. 48 Abs. 3 Satz 2 des Grundgesetzes sichert den Abgeordneten die freie Nutzung aller staatlichen Verkehrsmittel. Zur Zeit erhält jeder Bundestagsabgeordnete im Rahmen der Amtsausstattung eine Netzkarte der DB. Zudem werden die Kosten für Flüge und Schlafwagen gegen Nachweis bei Mandatsreisen im Inland gemäß § 12 Abs. 4 i.V.m. § 16 Abs. 1 Satz 2 AbgG erstattet.

Wie wär´s, liebe MdB, wenn Ihr dem Vorschlag Eures Präsidenten folgen würdet und wenigstens an einer Stelle vorbildlich wärt?
Lammert hatte sich bereits Ende September dafür ausgesprochen, für die Abgeordneten die Rente mit 67 unverzüglich einzuführen. Er würde sich wünschen, «dass der Bundestag diese Neuregelung für sich ab sofort beschließt». Dann würde das Parlament «mit gutem Beispiel vorangehen». Bislang können die Abgeordneten schon mit 55 Jahren die volle Altersversorgung bekommen, wenn sie mindestens 18 Jahre dem Bundestag angehört haben.


Wiki des Tages

1879: James Ritty, ein Saloonbesitzer aus Dayton, Ohio, meldet die von ihm erfundene Registrierkasse zum Patent an. Was er eigentlich zur besseren Überwachung von diebischen Elstern bei seinem Personal erfand, das ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr weg zu denken.

Nur dass wir demnächst an der Kasse mit unserem Einkaufswagen ankommen und die Rechnung dann schon fertig ist dank des "Self-Scannings" oder dass dank des Barcodes kaum noch ein Preisschild an der Kasse abgelesen und eingegeben werden muss, hätte er sich damals sicherlich nicht träumen lassen...

Auch nicht, dass wenn wir dann unseren Einkauf mittels EC- oder Kreditkarte bezahlen, diese Daten dann weitergemeldet werden, um so ein Profil von uns zu erstellen, sofern unsere Payback-Karten dies nicht ohnehin schon gemacht haben...

Mehr dazu und zum Gläsernen Menschen könnt Ihr Euch in diesem Dokument des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten zu Gemüte führen.

Samstag, 3. November 2007

Einer für den Abend

Nur so und weil wir eben November haben, habe ich mir für Euch und mich als "Gute-Nacht-Lied" den Song "November Rain" von Guns N´Roses heraus gesucht.

Totgesagte leben länger. Das trifft auch für Guns N´Roses zu, die im Frühjahr eine neue CD heraus brachten. Sie touren wieder, wenngleich auch in etwas anderer Besetzung. Die unverkennbare Stimme von Axel Rose ist geblieben und Gitarre klingt auch gut ohne Zylinder.
Hier also "November Rain" in der über neun Minuten langen Fassung!

Tarifautonomie? Wat ist dat denn?

Nachdem gerichtlich festgestellt wurde, dass die GDL nun auch im Fern- und Güterverkehr streiken darf, gilt die Tarifautonomie uneingeschränkt auch für die Bahn und ihre Mitarbeiter. Den Sprachpanscher des Jahres und Preisträger der Verschlossenen Auster für die restriktive Informationspolitik der Bahn, Hartmut Mehdorn, fordert nun die Bundeskanzlerin auf, sich in den Tarifkonflikt einzumischen. Dies meldet die Süddeutsche.

Abgesehen davon, dass diese Dinge die Bundeskanzlerin einen feuchten Kehricht angehen, wird es auch wohl deshalb nichts mit Hilfe werden, weil die Dame ja nur noch gelegentlich hier in Deutschland weilt. Dass die Tarifautonomie damit von einer gerne heimatfernen Bundeskanzlerin geretttet wird, ist ein Treppenwitz im Arbeitskampf.

Wiki des Tages

Einer der größten Sympathieträger des deutschen Fußballs, Hans Meyer, feiert heute seinen 65. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Ein kluger, manchmal sogar altersweiser Trainer, dem es immer wieder Spaß macht, es menscheln zu lassen. Er wird nach dieser Saison, wie man so hört, aufhören bzw. Nürnberg, seine jetziger Arbeitgeber, wird seine letzte Trainerstation im bezahlten Fußball sein.


Auch wenn er heute verloren hat, wird er gewiss zu feiern wissen...

Freitag, 2. November 2007

Hypnose per Mausclick


Als jemand, der sich ein wenig besser mit dem Thema auskennt als der Programmierer dieser total bescheuerten Software, kann ich Euch beruhigen: In Trance gerät bei der Software maximal Euer PC und sonst nix!

Das Pendel rechts lässt sich anklicken und pendelt dann vor sich hin. Mehr wird auch nicht passieren...

Wer mehr von dieser Scharlatanerie wissen will, kann sich ja bei softpedia tummeln.

Einer für den Abend


Ich weiß auch nicht so recht, wie ich ausgerechnet ein Posting nach dem mit Michel Friedman auf die Dame komme, die in Wirklichkeit ein Mann war und "Lola" hieß...

Das Stück der Kinks, der Urväter des Punks und des BritPops, waren neben den Stones, den Who und den Beatles die erfolgreichste Band ihrer Zeit. Schade, dass sie sich aufgelöst haben. Gerüchten, dass sie sich wiedervereinigen, steht wohl die Schlaganfallerkrankung des Kopfs der Band, Ray Davies, im Weg.

Hier also für Euch und mich live gespielt "Lola"!



Live-DVD, sehr empfehlenswert: und das "Best-of-Album"

Doppelzüngig

"Heil Hitler, Herr Friedman!"
So lautet die Überschrift in einem Artikel der Süddeutschen. Der Artikel beginnt so:

Ob das eine gute Idee war? Michel Friedman interviewt für ein Gesellschaftsmagazin Horst Mahler. Und der Ex-RAF-Mann und heutige Rechtsextremist benimmt sich voll daneben.
Da haben sich ja die Richtigen getroffen. Der Doppelmoralist Michel Friedman und der heute rechtsradikale, ehedem linksradikale Horst Mahler. Letzterer wiederholte die strafbewährte Auschwitzlüge und Ersterer stellte den dementsprechenden Strafantrag. Alles wie immer also.

Dass das Magazin "Vanityfair" mit diesem Interview nach eigenem Bekunden diese Absicht damit verfolgt, halte ich für zweifelhaft:
Wir veröffentlichen dieses Interview, weil wir glauben, dass es eine bessere Bloßstellung der deutschen Rechtsextremen nie gegeben hat – auch wenn er Dinge sagt, die in Deutschland verboten sind.

Ich glaube nicht, dass die Äußerungen Mahlers so epochal sind, dass sie einer weiteren Veröffentlichung bedurften. Der Vorgang ist für mich insgesamt also doppelzüngig.


Einer für den Morgen

Weil die Tennisspielerin in Wimbledon positiv auf Kokain getestet worden ist, dachte ich mir, dass der Klassiker "Kokain" von Hannes Wader der richtige Song für den Morgen ist.



Wiki des Tages

Heute wäre Burt Lancaster 94 Jahre alt geworden. In einem meiner Lieblings-Western, dem Film "Vierzig Wagen westwärts", spielte er den Colonel Gerhard, der die Leistungsfähigkeit der US-Kavallerie in einem Vierfrontenkrieg zu beweisen hatte.

Er starb 20.Oktober 1994 an einem Herzinfakt, als Folge eines 1991 erlittenen Schlaganfalls.

Hier für Euch und mich der Trailer zu "Vierzig Wagen westwärts":


Donnerstag, 1. November 2007

Einer für den Abend

Am 22. Januar 2006 starb Rick van der Linden, der Kopf von Ekseption. Er brachte mir Anfang der 70er die Melodien Bachs und Beethovens viel näher, als dies meinen Musiklehrern gelang.

Ein Virtuose auf den Keyboards, der auch mit Größen wie Deep Purple und Vangelis aufgetreten ist, begeistert uns heute Abend mit dem Stück "Peace Planet". Das Video ist aus dem Jahr 1970.



Die Doppel-CD mit wohl allen Hits von Ekseption:

Vorbildlich und nachahmenswert

Wie NETZEITUNG meldet, gräbt das BKA nach eigenen braunen Wurzeln.

Ein Novum für die großen deutschen Sicherheitsbehörden: Das Bundeskriminalamt lässt seine nationalsozialistische Geschichte und deren Nachwirkungen aufklären – das geht nicht ohne Schmerzen.
Diese unangenehme und schwierige Arbeit sollten das Außenministerium und das Finanzministerium auch aufnehmen. Beide Ministerien sind diejenigen, in denen die meisten Mitwirkenden des Nazi-Terrors ein neues Betätigungsfeld fanden. Das Gedankengut und das Selbstverständnis dieser Leute wirkt bis heute, wie meine Kollegen und ich immer wieder erfahren müssen, bis heute nach.

Wiki des Tages

Eine der besten Zeitungen der Welt erscheint bei uns in Deutschland und wird heute 58 Jahre alt: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Politisch ist die F.A.Z. liberal-konservativ orientiert, jedoch bietet sie auch anders gesinnten Kommentatoren ein Forum. Der ehemalige Leiter der Redaktion Innenpolitik Friedrich Karl Fromme beschrieb das Profil der Zeitung als „Schwarz-Rot-Gold“: Schwarz für den konservativen Politikteil, rot für das linkstendierende Feuilleton und gold für den sehr liberalen Wirtschaftsteil.

Politisch wegen ihrer Ausrichtung nicht mein Fall, aber wegen ihrer über alle Zweifel erhabenen journalistischen Qualität gehört diese Zeitung mit ihrem Online-Angebot zu meiner täglichen Pflichtlektüre.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Einer für den Abend

Jemand, von dem man bedauerlicherweise seit langem nichts mehr gehört hat, ist Sade.

Eine tolle Stimme, hervorragende Arrangements und ein supercooler Barsound brachten uns Lieder wie "Smooth Operator", "No Ordninary Love" oder eben das für Euch und mich hier kredenzte "The Sweetest Taboo":




Jetzt drehen sie ab...

... bei SecondLife. In den USA wurden Klagen eingereicht. GOLEM berichtet:

Sechs Second-Life-Händler haben vor einem New Yorker Gericht Klage gegen insgesamt elf Beklagte erhoben, die viele nicht autorisierte Kopien von virtuellen Produkten der Kläger in Second Life […] verkauft haben" sollen. Den Beklagten wird außerdem Markenrechtsverletzung und Verschwörung vorgeworfen. Die Kläger fordern Schadensersatz und Unterlassung.
In einer virtuellen Welt werden virtuell Sexspielzeuge gehandelt. Diese Artikel werden raubkopiert. In der wirklichen Welt wird dies zu einem Rechtsstreit. Herrlich! Wie bekloppt werden wir eigentlich noch?