Sonntag, 8. April 2007

Einer für den Morgen


"Der Falke und der Schneemann" ist ein Spielfilm aus der Mitte der 80er Jahre. Zwei Typen verkaufen amerikanische Rüstungsinformationen an die Russen und gehen dafür in den Knast. Eine übrigens wahre Geschichte. Etwa 1 1/2 Jahre nach seiner Verurteilung gelang einem der beiden die Flucht. Er wurde sofort zur "most wanted person".

Der coole Soundtrack von David Bowie und Pat Metheny ist zeitlos gut.


Windoof XP- Passwort verändern, ohne Admin zu sein? Kinderleicht!

Wer das Passwort für den Administratorzugang der Illusion eines wirklich guten Betriebssystems verändern möchte, sollte bei dem kleine Video gut aufpassen.

Es ist kinderleicht und beweist einmal mehr, was Bill Gates und seine Kumpane unter "höchsten Ansprüchen an Sicherheit und Datenschutz" verstehen.

Das Video dauert nur 1:10 Minuten. Der spannende Teil selbst dauert lediglich 45 Sekunden.

Finanziell fit mit Dispokredit? Die Amis lesen mit!

Was zunächst als quasi Sicherheitsserver für den Fall eines Atomkrieges vorgesehen war, entpuppt sich heute als Leck, dessen Datentropfen die Amis nur zu gern abgreifen.

In der Folge der Anschläge von 9/11 wurden alle als Kopien auf dem SWFT-Server abgespeicherten Überweisungskopien ausgewertet. Eine weitere Lücke wird es möglich machen, dass unsere Konten genau so transparent werden. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar hat sich natürlich schon darum gekümmert. Aber, die für Ende März 2007 versprochene Lösung des Problems lässt auf sich warten.

Hattet Ihr an dieser Stelle etwas anderes erwartet?

Wiki des Tages


Richtig, das Foto zeigt Klaus Löwitsch, einen der besten deutschen Schauspieler. Er wurde heute vor 71 Jahren geboren. Vor etwas mehr als vier Jahren ist er verstorben.

Das Foto zeigt ihn in einer Szene des Films "Welt am Draht" von Rainer Werner Fassbinder. Vorlage für den Film war der Science-Fiction Roman "Simulacron-3", Deutsch: "Welt am Draht", von Daniel F. Galouye.

Löwitsch spielte in dem leider nie mehr wiederholten Film den
Institutsleiter Dr. Stiller. In seinem Institut berechnet ein gigantischer Computer eine Weltsimulation, um Fehler für die Zukunft vermeidbar zu machen. Irgendwann entdeckt Stiller, dass seine Welt eben auch nur eine schlichte Simulation für eine deutlich weiter entwickelte Lebensform ist.

Ich habe Klaus Löwitsch als 17jähriger in der Zugspitzseilbahn kennen gelernt und im Schneefernerhaus Kaffee mit ihm getrunken. Dieser Umstand verschaffte ihm einen hauchdünnen Vorsprung bei der Wahl zum Wiki des Tages. Sonst wäre es das Buch "Welt am Draht" geworden.

Für den Wahnsinnspreis des leider vergriffenen Buches kann ich nichts.

Samstag, 7. April 2007

Speziell für den Herrn Mixa!

Kinder brauchen andere Fürsprecher als ausgerechnet den Bischof Mixa. Anfang der 80er Jahre sang Bettina Wegner das Lied "Kinder", das bekannt wurde mit dem Titel "Sind so kleine Hände".

Leider gibt es keine Live-Aufnhamen im Internet von Bettina Wegner. Das hier bereit gestellt Video mit dem Lied als Hintergund ist auch sehr schön.





Mutterkreuz-Uschi, mach weiter so!

Der Fotowitz aus dem SPIEGEL wird hoffentlich Wirklichkeit! Der Bischof Mixa hat nämlich wieder gegen die Familienministerin von der Leyern gepoltert und sie gar in die Nähe der guten alten Tätärätä (DDR) gerückt. Sie sei ideologisch fehlgeleitet und bediene die Familienministerin darüber hinaus vor allem veraltete feministische Forderungen aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Für die "Gebärmaschinen" hat sich Mixa übrigens bis heute nicht entschuldigt.
Warum auch? Der oberste Benediktiner haut ja auch noch einen drauf.

Sowohl Mixa als auch der oberste Abt des Benediktinerordens, Notker Wolf, vertreten die Meinung, dass sich von der Leyen am Vorbild der ehemaligen DDR orientiere. "Offenbar zählt eine Frau nur etwas, wenn sie wie ein Mann arbeitet und nicht wie eine Mutter für ihr Kind sorgt", sagte Wolf der "Welt am Sonntag".

Dass ich unsere Familienministerin einmal verteidigen würde, hätte ich mir bis kurzem auch nicht vorstellen können. Bevor aber die absoluten Familienfachleute der katholischen Kirche wie der Herr Mixa bestimmen, wie Kinder bei uns aufwachsen, trete ich notfalls sogar der CDU bei. Wer mich ein wenig kennt, weiß, was das für mich bedeuten würde.

Übrigens Herr Mixa, haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass Kinder in Kindertagesstätten deutliche höhere Überlebenschancen haben als daheim bei den Eltern?

Die Kleinen lässt man laufen und die Großen hängt man auch nicht


Infolge der Recherchen des ARD-Magazins "panorama" führte die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen wegen des Verdachts der Entführung in Sachen El-Masri. Khaled el Masri wurde nach Afghanistan verschleppt, festgehalten und misshandelt. Die Entführer: vermutlich Agenten der CIA.

Anfangs glaubte kaum jemand die Geschichte des deutschen Staatsbürgers. Die Recherchen von "panorama" stellten sich schon bald als wahr heraus. Nun konnte man in München nicht mehr anders. Gegen die 13 Tatverdächtigen der CIA wurde ein "weltweit gültiger Haftbefehl" erlassen. "Weltweit" bedeutet allerdings in diesem Sinne, dass die USA nicht dazu gehören. Nun gut, es überrascht nicht wirklich, dass die Amis außerhalb der normalen Welt stehen. Aber juristisch fehlt die Bewertung nicht so flapsig aus.

Der Haftbefehl wurde nun nachgebessert, so dass er auch in den USA umgesetzt werden könnte.
Wenn man nun schon einmal dabei war, hätte man dann nicht auch gleich Nägel mit Köpfen machen können und die Vorgesetzten der 13 CIA-Agenten mit abfischen können? Glaubt einer von Euch, dass auch nur einer der genannten 13 deutschen Boden betreten wird?

Den panorama-Beitrag könnt Ihr Euch als RealMedia-Stream hier anschauen.

Einer für den Morgen...

Heute werden sich wieder gecastete Verbalmasochisten, die sich von einem alle Polizisten duzen dürfenden Mitbürger aus Tötensen niedermachen lassen, in DSDS auf das Stück "Summertime" stürzen, um so ihr ach so großes, bisher unentdecktes Talent aufblitzen zu lassen. Der dies veranstaltende Sender haucht sich so einen intellektuellen Anspruch ein.

Das Ganze ist ungefähr so, als würde mit "Malen nach Zahlen" entstandenes Bild neben der Mona Lisa im Louvre aufgehängt. Wer Zweifel daran hat, mag sich vorab zum Vergleich hier "Summertime" in der Version von Janis Joplin aus dem Jahr 1969 in Stockholm anschauen.

Wiki des Tages

links: Regierungsmitglieder der Münchener Räterepublik

Heute vor 88 Jahren wurde in Bayern die "Münchner Räterepublik", auch die "Bayerische Räterepublik" ausgerufen. Voraus gegangen war eine richtig pfiffig gestaltete Revolution, die wie in dieser Zeit üblich aus einer Demo heraus direkt in die Regierungsverantwortung führte.

Besonders lang war die Regentschaft der Räte in Bayern nicht. Bereits am 1. Mai 1919 waren die Räte, übrigens auch schon von Kräften mit einem Hakenkreuz am Helm, aus München vertrieben worden.

Geahnt haben wir es ja schon immer: Eigentlich steckt in jedem Bayern ein knallharter Revoluzzer!

Freitag, 6. April 2007

Einer für die Nacht...

Karfreitag ist fast vorbei. Der Tag war wenig ereignisreich, wenn man davon absieht, dass die Amis den UNO-Klimabericht schönen wollten. Manche werden eben nie erwachsen. Nach den Zahlen, die ich soeben in der "tagesschau" zu hören bekam, ist das heutige Gute-Nacht-Lied richtig gewählt.

Van Morrison singt auf der Lorely "It´s All Over Now". Es handelt sich um eine Aufzeichnung vom "ROCKPALAST". Van Morrison kann live überirdisch gut sein, er kann aber auch gelegentlich ein ziemlicher Geizkragen sein, zumindest was Zugaben angeht. Nach einer Stunde war vor kurzem in Hamburg sang- und klanglos (tolle Sprache, dieses Deutsch) Schluss.


Wellenreiten ist Abiturfach

Kein Witz. Laut afp gehört das Wellenreiten in Frankreich jetzt zum Abiturwissen.

In Südwestfrankreich versammelten sich jetzt 46 Abiturienten zur mündlichen und praktischen Prüfung.

Anglet - Bei schönem Wetter, mehr als einem Meter hohen Wellen auf dem Atlantik und Ostwind seien die Wetterbedingungen "besonders günstig", sagte der Jury-Vorsitzende und Präsident des französischen Surfverbandes, Jean-Luc Arassus. Um auf dem Brett Punkte für ihr Baccalauréat zu sammeln, müssten Kandidaten allerdings ein "gutes Wettkampfniveau" aufweisen, betonte Arassus.

Diese lebenswichtige Fertigkeit sollte dann auch hochschulfähig werden, finde ich. Und wie würde man die Akademiker nennen? Dipl.-Surf.?

Geschieden? Und wohin nun mit dem Ehering?

Wer den äußeren Insignien seiner überstandenen Ehe auch den richtigen Rahmen geben möchte, der kann sich bei "www.weddingringcoffin.com" einen schönen Sarg für den Ehering bestellen. Je nach Ausstattung kostet so ein Sarg zwischen 29,95 $ und 34,95 $. Ausstattung? Man kann das Teil beispielsweise mit einer schönen Plakette aufwerten wie diesen hier.

Die Klofrauen Christiansen und Illner

Diese legendäre Nummer von Georg Schramm stammt aus dem Jahr 2003:

Politik machen Interessensverbände, die die Fäden ziehen, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns dann auf der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen dürfen.

Das sind dann Politfiguren, die in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Ilgner ihre Sprechblasen entleeren.

Und wenn sie da ihre intellektuelle Notdurft verrichtet haben und es tröpfelt nach, dann können sie sich bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne auch noch unter´s Volk mischen.


Hut ab, lieber Georg Schramm! Kabarett in dieser Schärfe ist zu selten geworden.


Wiki des Tages

Die erste formelle Unabhängigkeitserklärung einer Nation überhaupt war die "Declaration of Arbroath", mit der Schottland sich vor genau 687 Jahren von England lossagte. Hier heißt es:

Niemals, solange auch nur einhundert von uns überleben, wird man uns, zu welchen Bedingungen auch immer, unter englische Herrschaft bringen. Wir kämpfen weder für Ruhm, Reichtum oder Ehren, wir kämpfen für die Freiheit -- das Einzige, das ein ehrenhafter Mann nicht einmal um seines Lebens Willen aufgibt.


Dieses Zitat ist berühmt geworden. Berühmt durch die verklärte Verfilmung mit Mel Gibson wurde der Mann, der den schottischen Freiheitswillen auch durch Taten manifestierte: Sir William Wallace

Einer für den Morgen...

Nach diesem traurigen Tagesbeginn einen passenden Song für´s Wachwerden zu finden, war wirklich nicht einfach, aber ich denke, dass die Frage "How can we sleep while the beds are burning?" diese Brücke schafft.

"Midnight Oil", die sich stets auch mit linkspolitischen Engagement einen Namen machten und deren ehemaliger Leadsänger Peter Garrett als Abgeordneter im australischen Parlament linke und ökologische Politik macht, wollte mit dem Titel "Beds are burning" auf das Schicksal der Aborigines aufmerksam machen.

Hier seht Ihr einen sieben Minuten langen Auftritt von Midnight Oil im schwedischen Hultsfred aus dem Jahr 1994 mit eben "Beds Are Burning".


links DVD mit Live-Auftritten und rechts das legendäre Album

Der Tag beginnt traurig


Vier Berliner Polizisten stehen unter Kinderpornographieverdacht, wie der Tagesspiegel berichtet.

Es heißt in der Kommentierung solcher Fälle gerne, dass so etwas nicht überraschen dürfe, schließlich sei die Polizei ja auch nur ein Spiegel der Gesamtbevölkerung. Träfe diese Einschätzung zu, dann würde ich hier nicht länger leben wollen.

Gerne verweise ich an dieser Stelle auf die Seite "www.gegen-missbrauch.de", deren Banner seit heute dieses Blog ergänzt.

Donnerstag, 5. April 2007

Einer für die Nacht...


Ein ziemlich zorniger Gutmensch mag heute nicht mehr und schickt Euch mit "Who by Fire" von Leonard Cohen ins Bett. Zusammen mit dem unvergleichlichen Sonny Rollins am Saxophon klingt Leonard Cohen noch intensiver.

Gute Nacht!


Eine CD vom Auftritt der beiden gibt´s nicht. Das Lied "Who by fire" erschien auf dieser LP, die heute eben als CD erhältlich ist.

Kein Platz mehr für Gutmenschen?


Tja, da habe ich mich gestern über die Leiterin des Hauptzollamts Hannover aufgeregt, die die Personalknappheit beim Zoll und das daraus resultierende Kontrollmanko mal eben "auf die einfache Formel bringt: Keine Arme, keine Kekse" und stelle fest, dass dies sogar in dem von mir verantworteten Forum diskutiert wird. Und jetzt? Jetzt sind die, die das wie ich sehen und beklagen, "Gutmenschen" und man möge dies nicht überbewerten. Blablabla...

Deutschland im Jahre 2007. Es ist schon wieder möglich, behinderte Menschen in Tageszeitungen zu beleidigen. Das dürfen Leute tun, die nach A 15 oder A 16 bezahlt werden (so genau weiß ich es nicht) und Bundesbeamte sind. Andere Bundesbeamte finden das nicht schlimm. Wiederum ganz andere Bundesbeamte treffen politische Entscheidungen und behindern massiv die gewerkschaftliche Arbeit. Der dafür zuständige Minister (SPD) schaut dabei genau so weg wie seine Staatssekretärin (SPD).

Ich bin auf dem Weg zur WASG...

www.direktzurkanzlerin.de - Ver... können wr uns alleine!


Diese Domain gibt´s wirklich. Sie ist kein Fake. Es handelt sich um eine "Initiative von Studierenden zur Förderung der gesellschaftlichen Kommunikation". Vorgegaukelt wird dem Besucher dieser Internetpräsenz, dass er der Bundeskanzlerin direkt Fragen stellen kann und diese ihm dann antwortet.

Nun mag sich jeder außer Axel Schulz und Daniel Küblböck vorstellen, dass es der Bundeskanzlerin kaum möglich ist, sich zwischen unsittlichen Berührungen eines George W. Bush, Handrückenschlabbern von Chirac oder eher schlichten Dialogen mit Franz-Josef Müntefering mit Einzelschicksalen zu beschäftigen. Doch genau das Gegenteil davon versucht die Website zu suggerieren.

Wie´s wirklich gemeint ist, erfährt man hier auf den Seiten der FH Brandenburg, der die "Studierenden" angehören. Dort heißt es:"wird durch das Zufallsprinzip jeweils ein Beitrag pro Tag ausgewählt und einem Gremium vorgestellt. Wenn das Gremium, dem in Zukunft auch Vertreter der Bundestagsparteien angehören sollen, den Beitrag für seriös hält, wird er auf dem Portal veröffentlicht und zur Abstimmung durch das Volk freigegeben. Es sind von Montag bis Freitag je Themenbereich fünf, also insgesamt 50+ 5 Beiträge, über die abgestimmt werden kann. Am Sonntag wird pro Themenbereich jeweils der am besten bewertete Beitrag ausgewählt und in die Top10+1-Liste aufgenommen, die dann der Kanzlerin zugeschickt wird."

Noch toller sind die bereit gestellten Videos. Klickt beispielsweise das Video zum Thema "Neue Armut" an und Ihr dürft einem stammtischgebildeten Rentner zuhören, der Euch dann den Wert von 1.000,- € im Osten und für eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind erklärt.

Das Bundespresseamt macht dabei mit und beantwortet übrigens die meisten Fragen. Noch Fragen?

Einer zum Einstimmen auf das lange Wochenende...

In seiner Urfassung mochte ich "Hotel California" von den Eagles überhaupt nicht. Erst als ich die pure, die nicht verstärkte oder wie man in den 90ern sagte "unplugged" Version gehört hatte, fing ich an, das Stück zu mögen.

Ganze acht Monate brauchten die "Eagles", um dieses Stück fertig zu stellen, das sich mit der Überflußgesellschaft in Kalifornien beschäftigt.

Hier also für Euch und mich die sieben Minuten lange Acoustic-Version.



Achja. Wer an dieser Stelle den üblichen Link zu amazon erwartet, wird enttäuscht. Die CD "Unplugged" von den Eagles ist absolut vergriffen.

Die pure Gier!

Es reicht nun wirklich!

Wurden uns am Wochenanfang die steigenden Spritpreise noch mit der gestiegenen Gefahrenlage am Persischen Golf und den 15 britischen Soldaten, die ihrer Heimat nun zurück geschenkt worden sind, begründet, so darf man wohl mit Fug und Recht feststellen, dass die pure Gier am Werke ist, wenn wie bei mir in Kiel der Preis für Diesel von 1,09 € am Montag bis auf 1,18 € heute steigt.

Da mache ich nicht mit. Dann eben kein Osterausflug. Mein Garten wird sich freuen...

Komasaufen

Beim Streifzug durch die Internet-Gazetten werden überall kollabierte Jugendliche nach Komasaufen angeboten wie warmes Bier. Deren Geschichten lesen sich trotzdem tausendmal interessanter als die von einem gehypten Eisbären oder einem Rolling Stone, der beim Koksen so eben nebenbei den eigenen Vater mit durch die Nase gezogen hat.

Wollen wir uns nicht freuen, dass die Jugendlichen überhaupt ihr biblisches Alter erreicht habe? Ist es nicht wundervoll, das sie saufen können und nicht wie in Frankfurt/Oder als Babys in Blumentöpfen enden, wie in Bremen zu Tode geprügelt oder in Hamburg aus dem 10. Stock geworfen werden?

Und? Wer will der deutschen Jugend verdenken, dass sie sich ihre Eltern schön trinkt?

Das war 1956

Das war 1956 die Kampagne des DGB:" Urlaubsgeld erschliesst die Welt"

Heute, 51 Jahre später, ist das Urlaubsgeld aus den Tarifen weitestgehend wieder verschwunden. Wer nun meint, es gäbe Schlimmeres, denn Urlaub an sich wäre ja schon etwas sehr Schönes. Und die paar Euro Urlaubsgeld?

Falsch, Leute. Das Urlaubsgeld ist im Laufe der Zeit wie das Weihnachtsgeld ein fester Bestandsteil der Jahreshaushaltsplanung beim einfachen Mann geworden. Die immer weiter auseinander gehende Schere von Lebenshaltungskosten und Einkommen hat dafür gesorgt.

Mehr von diesen wunderbaren DGB-Plakaten findet Ihr hier.

Es ist an der Zeit, am 1. Mai wieder zur Demo zu gehen!

Einer für den Morgen

Heute vor 13 Jahren nahm sich Kurt Cobain das Leben. Wer allerdings voreilig auf den frühen Künstlerselbstmord, wie er eben gerade in der Rockmusik oft vorkommt, schließt, liegt falsch.

Kurt Cobain litt unter heftigsten Magenproblemen, die nie geheilt werden konnten. Er entdeckte irgendwann die schmerzlindernde Wirkung von Drogen wie Heroin und anderen. Und wer den Suizid von drei nahen Verwandten erlebt, kommt als 27jähriger auf entsprechende Gedanken. Kurt Cobain erschoss sich mit einer Schrotflinte in den Mund.

Hier das unvergessene "Smells Like Teen Spirit".


Mittwoch, 4. April 2007

Einer geht noch....

Nun aber husch, husch ins Bett!

Vorher gibt´s noch was auf die Ohren von meiner Lieblingsband, was Reggae betrifft. Die "Mystic Revealers" spielen Euch "Righteous".


Nostalgische Gefühle...


1990 habe ich mir meinen ersten Computer gekauft. Das war ein Amiga 500. Er war in etwa so konfiguriert wie der den Ihr Euch auf dieser Seite "Komplettsystem Amiga" mit dem Originaltext der damaligen Computerzeitschrift anschauen könnt.

Mit einer Prozessorleistung von 7,09 Mhz konnte der Amiga schon damals Sachen, von denen heute noch so manche "MS-Dose" träumt. Problemlos konnte man Musik machen (Module erstellen), Rendern (3D-Objekte, für die der Rechner schon mal eine Nacht lang rechnen durfte) und spielen - und zwar gleichzeitig!

(links: Desktop des Amiga mit Workbench 1.3 = Betriebssystem)
Im Keller habe ich noch meinen Amiga 500+ mit einer 105 MB großen Festplatte. Dazu gehört ein Videosplitter und ein Genlock (braucht man zur Videobearbeitung). Geil am Amiga war, dass er als 50 Hz getakteter Grafiker an jedem Fernseher lief.

Ich habe noch ein Demo auf einer Diskette. 22 Minuten animierte 3D-Grafiken auf einer 735 Kb-Diskette! Versuch´ das mal mit der Illusion eines Betriebssystems, das allgemein als Microsoft (tm) bekannt ist...

Wo finde ich bloß die tollen Module, die wir seinerzeit mit dem Protracker erstellt haben? Wer schickt mir welche oder sagt mir, wo ich sie saugen kann?

Einer für die Nacht...

Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass sich die weiter unten genannte Behördenleiterin nicht entschuldigen wird und auch nicht bedauern wird, was sie gesagt hat, widme ich ihr "Non je ne regrette rien" von Edith Piaf, die wirklich nichts zu bedauern hatte.


Nazischweine schlecht behandelt

Der Hamburger NPD-Chef Jürgen Rieger ist von einem schwedischen Gericht wegen Tierquälerei zu rund 2700 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Nach Presseberichten soll Rieger auf seinem Hof im südschwedischen Sveneby mit seiner Schweinezucht gegen Vorschriften verstoßen haben.

Der Neonazi hatte das Anwesen Mitte der 90er Jahre erworben und eine ökologische Schweinezucht angemeldet, wofür er rund 200 000 Euro Fördermittel der EU erhalten haben soll. Der Hof diente als Treffpunkt deutscher und schwedischer Neonazis. Das schwedische Urteil ist die zweite Gerichtsentscheidung binnen weniger Wochen gegen den vorbestraften Rechtsanwalt. Das Amtsgericht Jena hatte zuvor ein Grundstück Riegers im thüringischen Pößneck einem Liquidator zum Verkauf überstellt, nachdem der Immobilieneigner – eine britische Firma Riegers – gelöscht worden war.

gefunden bei Junge Welt

Wir alle finanzieren also Jürgen Rieger´s Schweinereien?

Einer für den Feierabend...

Wenn die Leiterin einer örtlichen Bundesbehörde schon behinderte Menschen so gering schätzt, dass sie dumme, derbe "Witze" der alleruntersten Schublade adaptiert und in ihren Sprachgebrauch mit der Presse einfließen lässt, ist dies traurig. Ein wunderbar trauriges spanisches Lied spielt Euch der behinderte Mensch José Feliciano, der von Geburt an blind ist. Er ist sechsfacher Grammy-Gewinner und spielt höllisch gut Gitarre von Hendrix bis Segovia.

Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1988 aus der leider eingestellten Sendung "Ohne Filter". Er spielt hier "Malaguena".




Ich habe "Malaguena" leider nur auf dieser etwas teureren 3er-CD-Edition gefunden, sorry.

Keine Arme...

Widerlich, was da in der "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" zu lesen ist!

Klickt das Bild links an und lest die Erfolgsmeldung des Zolls durch. Im zweiten Absatz heißt es:

Für größere Erfolge fehle schlicht das Personal. Hauptzollamtschefin Doris Pöschel packte das Problem in einfache Formel:" Keine Arme, keine Kekse."


Geschmacklos und beleidigend finde ich diese Äußerung der Leiterin des Hauptzollamtes Hannover, einer örtlichen Bundesbehörde. Das darf einer Juristin, der auch die dienstliche Beurteilung behinderter Menschen übertragen ist, nicht passieren. Das ist unentschuldbar und verrät ein Menschenbild, das denkbar ungeeignet für Führungsaufgaben ist, oder?

Ohne Arme keine...


Geradezu widerlich, was nach ersten mir vorliegenden Informationen eine Dienststellenleiterin einer Bundesverwaltung in einem Pressegespräch abgesondert haben soll. Der Satz "Ohne Arme keine Kekse" beleidigt die schwerbehinderten Menschen und soll so öffentlich gefallen sein. Näheres dazu und wohl auch einen Scan vom Presseartikel im Laufe des Tages. Mal sehen, was der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen dazu sagen wird.

Batman - Symbol für menschenverachtende Traditionen

In der Stadt Batman tief im türkischen Kurdistan nimmt sich durchschnittlich ein Mädchen pro Woche das Leben. Wie es in einer 300.000 Einwohner zählenden Stadt zu einer solchen Rate kommt, ist schnell beantwortet.

Das letzte Mädchen, das nur noch im Selbstmord einen Ausweg sah, sollte für 20.000,- € einem 60jährigen als Drittfrau gegeben werden. So war es zwischen den Eltern und dem "Bräutigam" ausgemacht.

mehr dazu bei NDR-Weltbilder

Alle reden von Schäuble, wir Finanzämter nicht!

Da regt sich Deutschland über die Vorschläge des Bundesinnenministers Schäuble auf, der versucht, mittels weiterer Datengewinnung die 7.000 bundesweit abgebauten Polizisten zu kompensieren. Und? Wer hat den "Gläsernen Bürger" klammheimlich schon so geschaffen, dass ab dem 1. Juli 2007 jeder Bundesbürger seine persönliche Steuernummer bekommt, die sogar 20 Jahre nach dem Tod des Steuerpflichtigen weiter erhalten bleibt? Klar, die Finanzämter. Mehr dazu findet Ihr bei focus-online.

Und als ob dies nicht genug wäre, gibt es da noch einen Berufsverband (BDZ), der dem Deutschen Beamtenbund angehört und eine Bundessteuerverwaltung fordert.

George Orwells Visionen vom "großen Bruder" in seinem Buch "1984" haben wir schon lange übertroffen und hinter uns gelassen.

Einer für den Morgen

Tja, da wollte ich Euch ein Wecker-Lied bringen und dazu bei YouTube stöbern. Dort empfing mich ein "500-Internal Error" mit dem sinnigen Spruch "A team of highly trained monkeys has been dispatched to deal with this situation." Einen Screenshot habe ich gemacht und gesichert (siehe Bild links).

Trotzdem ist es mir gelungen, eine tolle Aufnahme von dem heutigen Geburtstagskind Gary Moore aufzutreiben. Zusammen mit BB King spielt er live "The Thrill is Gone". Aufgenommen in irgendeinem Keller kommt richtige Clubatmosphäre ´rüber, denn die beiden lassen sich 9 Minuten lang zu einer echten Jam-Session hinreißen. Das ist so ganz anders als beispielsweise bei den Aufnahmen von Eric Clapton mit BB King.

Dienstag, 3. April 2007

Einer für die Nacht...

Das heutige Gute-Nacht-Lied singt Euch die leider viel zu früh verstorbene Eva Cassidy.

Ihre Interpretation von "Somewhere Over the Rainbow" machte sie erst nach ihrem Tod berühmt. Zu Lebzeiten war sie nur Insidern bekannt.

Gute Nacht!




McDonald´s = Notwendigkeit von Gewerkschaften?

Heute um 21:00 Uhr kümmert sich das Magazin Frontal21 um eine Firma, die es mit Gewerkschaften wirklich nicht so hat. McDonald´s kam und kommt mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) nicht zurecht. Da hat man eben schnell die Gewerkschaft Ganymed eingeführt und sich quasi eine Gewerkschaft selbst gebacken. Nachzulesen ist dies unter anderem auf den Seiten des Magazins "Kontraste".

Frontal21 kümmert sich darum und um bestätigt bei den Recherchen, dass Mitarbeiter dort aus Frust häufig in die Burger spucken. Dass es auch sonst mit der Sauberkeit nicht zum besten bestellt ist, zeigt der Beitrag heute auch.

Gewerkschaft und Betriebsrat im von uns verstandenen Sinne findet bei McDonald´s nicht statt!

Ja, wie denn? Und wen denn?

Dieses Plakat des DGB aus dem Jahr 1953 ist brandaktuell, nicht wahr?

Wir verzeichnen die niedrigsten Krankenstände seit zehn Jahren. Bundesministerien missachten Artikel 9 unseres Grundgesetzes. 50.000 (!!!) Mitarbeiter der Telekom, die seit Jahren zu Tode reformiert werden, bekommen diese Tage eigenartige Briefe, in denen sie binnen 14 Tage entscheiden sollen, ob sie sich widerstandslos in eine andere Firma transferieren lassen wollen oder nicht.


Die Wirtschaft brummt und wird dies nach Expertenmeinung auch noch bis 2008 tun.

In Bayern und sicherlich auch noch anderen Orten legt der DGB keinerlei Wert mehr auf Redner der SPD.

Die bestehenden Arbeitnehmerrechte sind den Arbeitern nicht wie gebratene Tauben zugeflogen, sie wurden überwiegend hart erkämpft. Eine beeindruckende Zeitreise ermöglicht der DGB im Internet und bietet seine Plakate von 1947 bis zur Gegenwart an.

Es ist an der Zeit, am 1. Mai wieder zur Demo auf die Straße zu gehen und den Arbeitgebern zu zeigen, dass es immer noch einen Partner gibt, den man braucht, wenn man langfristig überlegt!

zu den DGB-Plakaten


Einer für den Feierabend...

Etwas zum Chillen. Blues aus Spanien. Aus Spanien???

Aber gewiss doch. Die Vargas Blues Band spielt einen blitzsauberen Latin-Blues und schafft es, dem schon ein wenig steril wirkenden "Chillout" von John Lee Hooker und Carlos Santana den Blues richtig einzuhauchen. Das Stück heißt dann eben "Sácalo" und treibt einen dann in wenigen Augenblicken an irgendeine Strandbar mit Blick auf´s Meer. Gedankenverloren nippe ich an meinem Rum und chille...


Wiki des Tages - die Biene, Einstein und unser Tod

Albert Einstein sagte einmal:"Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr...‘‘.

In den USA haben wir diesen Zustand bald erreicht, denn an der amerikanischen Westküste sind 60 Prozent der Bienenvölker kollabiert, an der Ostküste und in Texas sind es 70 Prozent.

Ähnlich sieht es in Spanien und Polen aus. Auch bei uns stehen die Imker vor einem rätselhaften Bienensterben. Man weiß nicht, was Schuld daran ist, dass die Bienenvölker den Winter nicht überlebt haben.

Klar, dass der Wiki des Tages die Biene ist



Das Eis wird dünner...

... und das ist offensichtlich gut für Kanadas Robben. Nur diesem Umstand verdanken etwa 65.000 Robben ihr Leben. Andere 270.000 (!!!) Robben dürfen auch dieses Jahr wieder brutal erschlagen werden.

mehr dazu bei stern

Freuen wir uns hier weiter am gehypten Knut.

Einer für den Morgen

Eigentlich suchte ich nach einer Live-Version von "Here´s To You" von Joan Baez, um musikalisch an dieser Stelle zu gewerkschaftsfeindlichen Ministern wie Ingo Wolf oder Peer Steinbrück zu reflektieren.

Dabei fand ich ein schönes Duett von Joan Baez und Jackson Browne. Dann erinnerte ich mich an dessen wunderschönes "Lives In The Balance" und fand dazu ein ganz tolles Video.

Eindrucksvolle Bilder, toll zusammen gestellt und dazu als Sound die Live-Version von "Lives In The Balance"!


Von ihm musste es erwartet werden

Dass FDP-Minister traditionell wenig Wert auf ein gutes Verhältnis zu Gewerkschaften legen, ist hinlänglich bekannt. Der NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf allerdings setzt hier neue Maßstäbe im negativen Sinn. Der Kölner Express berichtet dazu heute:

Köln – Gut gelaunt sprang NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf (FDP) am Freitag aus seinem Dienstwagen, marschierte auf das Kölner Polizeipräsidium zu. Doch weit kam er nicht.

Denn dann stoppten ihn wütende Polizisten, stellten ihn zur Rede.

Buh-Rufe, ein gellendes Pfeifkonzert und Transparente wie „FDP=Feind der Polizei“ wurden geschwenkt. GdP-Vize Peter Hugo: „Wir verstehen Ihre Politik schon längst nicht mehr. Sie wollen unser Mitspracherecht massiv unterbinden. Wir verfallen in Zeiten, die wir längst hinter uns gelassen haben."

mehr dazu im Kölner Express

Bereits am 22.März 2007 berichtete der Kölner Express schon einmal und meldete:

Unterstützung bekommt Richter von der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA. Die kritisiert in einem offenen Brief an Wolf: „Es ist Ihnen (...) gelungen, vom kleinsten Polizeibeamten bis hin zu den Führungskräften der Polizei die Frustration in bisher nicht gekannte Höhen zu treiben.“

Auch der Personalrat des Innenministeriums übt scharfe Kritik. Bei einer Personalversammlung (Protokoll liegt EXPRESS vor) erklärte Personalratsvorsitzender Michael Puttkamer: „Herr Minister, Sie täuschen bewusst die Öffentlichkeit zu Lasten der eigenen Beschäftigten!“

Wolf habe im Innenministerium eine „Kultur des Misstrauens“ eingeführt, die die bisherige kollegiale Zusammenarbeit zerstöre. Hochrangige Führungskräfte, so Puttkamer, „wurden entmündigt, dürfen kaum noch eigene Entscheidungen treffen“ und „müssen sich, bevor sie ein Problem anpacken, erst einmal die Erlaubnis zum Denken holen“.

Und was sagt Minister Wolf zu den Vorwürfen? Auf Nachfrage des EXPRESS heißt es im Innenministerium nur: „Kein Kommentar.“ In FDP-Kreisen war zu erfahren, die Vorwürfe seien haltlos und ein „böses Schmierentheater“
mehr dazu im Kölner Express